Folia archeologica 39.

Garam Éva: A Mauthner gyűjtemény granulációdíszes koraavar kisszíjvége.

KORAAVAR KISSZÍJVÉG 175 bohrter, byzantinischer Goldsolidus des Justinus I. zum Vorschein. Ein Schwert mit ähnlicher "P"-Halterung wird in Grab 2 des Gräberfeldes von Kiszombor O. durch die Münze von Phocas (602 — 610) auf das erste Drittel des 7. Jh. datiert. 1 2 Eine große Riemenzunge, ähnlich der in Kunbábony gefundenen, wurde in Arcibasev mit wappenförmigen Gürtelbeschlägen von Szegvár —Typ gefunden. Das Grab von Szegvár ist durch den Solidus von Mauritius Tiberius auf das Ende des 6. Jh. datiert. 1 3 Münzdatiert ist auch das Kuvrat —Grab von Maloje Perescepino. Der reiche Grabkomplex enthält aber so viele, aus verschie­denen Zeitaltern stammende Gegenstände, daß die granulierte große Riemen­zunge und die Schwertbeschläge nicht eindeutig mit den Münzen des Constans II. datiert werden können. Sie dienen aber insofern als Anhaltspunkt, daß der Fund und so auch die granulierten Gegenstände sich nicht später als auf die Mitte des 7. Jh. datieren lassen. Infolege der Mannigfaltigkeit des Fundkomplexes sind die Funde von Ufa/Novikovka außerordentlich wichtig. Unter den aus mehreren Gräbern stam­menden Funden sind granulierte Gürtelzierden, kleinere Medaillons von Hajdú­szoboszló—Typ und größere ovale Medaillons von Deszk —Typ, ferner in den Martinovka — Kreis gehörende, aus massivem Silber gefertigte, durchbohrte Beschläge mit von einer Rippe geteiltem Feld, Riemenzungen, zweiarmige Haken, dreibogige Riemenverteiler in der Mitte mit einem Dreieck und zikadenförmige Gürtelbeschläge anzutreffen. Diese letztere Form kommt im Fund von Uc-Tepe auch in granulierter Variante vor und beweist hierdurch die starke, sich mit mehreren Fäden anknüpfende Beziehung dieser beiden Kreise zueinander. Das Ebenbild des kleineren, ovalen Medaillons aus Ufa (von Hajdúszoboszló­Typ) hängt an der Goldkette des Fundes von Michaelsfeld (Dshiginskaja), an dessen Rückseite die Münze des Justinianus I. eingefaßt ist. Das Seitenband des Medaillons zeigt ein Ährenmuster, dem der kleinen Rimenzunge der Mauthner­Sammlung ähnlich. Das Medaillon von Hajdúszoboszló-Тур erscheint auch im Fund von Madara. Die breite Riemenzunge von Madara ähnelt der granulierten großen Riemenzunge des reichen Fundkomplexes von Vosnesenka. Die jüngsten Stücke dieses Fundkomplexes werden auf das ausgehende 7. Jh. datiert. 1 4 Die Erzeugung und der Gebrauch der bisher bekannten granulierten Gürtel­und Schwertbeschläge und ovalen Medaillons, den granulationverzierten Ohrge­hängen ähnlich, können auf das 6 — 7. Jh. gesetzt werden. Im Karpatenbecken fällt dieses Periode von der Mitte des 6. Jh. mit der Frühphase der Awarenzeit zusammen. In der vom letzten Drittel des 7. Jh. gerechneten mittleren Awarenzeit wird diese Verzierungsart schon kaum gebraucht. An ein-zwei Gegenständen, wie z. B. an der mit Goldblech überzogenen bron­enen Zopfspange (Pákapuszta) 1 5 erscheint noch die Granulation in Dreieckgruppen, allgemeiner sind aber die aus winzigen Gliedern bestehende Granulation nachah­menden Preßarbeiten (z. B. die großen Riemenzungen, quadratischen Gürtel­beschläge aus Bronzeblech des Gräberfeldes von Gátér und die runden Gürtelbe­schläge, Zopfspangen des Gräberfeldes von Halimba). 1 6 In der Spätawarenzeit ist diese Verzierungsart nicht gebräuchlich. Die granulierte, goldene, kleine Riemenzunge der Mauthner-Sammlung ist eines der schönsten Beispiele des antike Traditionen mit nomadischem Geschmack verschmelzenden Goldschmiedeverfahrens. Diese Verzierungsart verbereitete sich im 6 — 7. Jh. im südrussischen und ukrainischen Raum und gelangte durch

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