Folia archeologica 39.
Garam Éva: A Mauthner gyűjtemény granulációdíszes koraavar kisszíjvége.
172 GARAM ÉVA Vermittlung der Awaren, mit diesen in das Karpatenbecken, sodann mit den Onogur—Bulgaren nach dem heutigen Bulgarien (Abb. 4). Da dieses Goldschmiedeverfahren an Gebrauchs-und Ziergegenständen aus Edelmetall angewendet wurde, sind diese aus reichen Fundkomplexen bekannt. Die kleine Riemenzunge der Mauthner—Sammlung stammt aus einem frühawarenzeitlichen Grab, aller Wahrscheinlichkeit nach von einer Gürtelgarnitur von Kunbâbony-, Arcibasev-, Uc-Tepe-, Kamunta- oder Madara-Тур. Was für andere Funde noch in dem die vollständige Gürtelgarnitur enthaltenden Grab gewesen sein konnten, läßt sich heute nicht mehr entscheiden. Aufgrund der Analogien kann die kleine Riemenzunge aus einem "nur" Goldgürtel und Waffe enthaltenden Grab stammen, kann aber auch der eine Fund eines dem Reichtum des Grabes von Kunbâbony gleichkommenden Khagan-Grabes sein. Aufgrund dessen, daß die in der Verzierung und Qualität einzige Parallele der kleinen Riemenzunge der Mauthner-Sammlung in Ungarn im Fund von Kunbâbony zum Vorschein gekommen ist, kann angenommen werden, daß auch diese kleine Riemenzunge aus dem Donau-Theiß-Zwischenstromgebiet stammt und sein Träger eine Persönlichkeit von hohem Range gewesen sein dürfte. Aufgrund der engen Beziehung zwischen den granulierten Gürtelzierden und den Exemplaren von Martinovka-Typ (unter den frühawarenzeitlichen Funden des Karpatenbeckens z. B. der Grabfund von Némedi 1 7) lassen sich die granulierten Verzierungen des Karpatenbeckens (Ohrgehänge, Schwert- und Gürtelzierden) auf die Frühawarenzeit datieren. Ihre Erzeugung dürfte auf die Zeit vor die Mitte des 7. Jh. gefallen sein, wie dies von den münzdatierten Gräbern, Fundkomplexen unmittelbar oder indirekt bewiesen wird. Das eine am spätesten in den Erdboden gelangte Stück des Fundkreises mit granulierten Goldbeschlägen ist die mit dem einen Feldherren der von Asparuch geführten Truppen bestattete Gürtelgarnitur von Madara, deren Entstehungszeit — laut N. Fettich — auf die Wende des 6 — 7. Jh. gesetzt werden kann. 1 8