Folia archeologica 39.

Garam Éva: A Mauthner gyűjtemény granulációdíszes koraavar kisszíjvége.

170 GARAM ÉVA SAHANOV 1914. Sahanov, V. V. Raskopki na Severnom Kavkaze v 1911 — 12 godah. IIAK 56 (1914) 75-219. SIMON 1983. Simon, L. Nagykőrös és környéke avar kori topográfiája. Topography of Nagy­kőrös and is envions in the Avar Period. Az Arany János Múzeum kismonográfiái 4. Nagykőrös 1983. H. TÓTH 1972. Tóth, H. E. Preliminary account of the avar Princely Find at Kunbábony. Cumania 1 (1972) 143-168. H. TÓTH 1983. Tóth, H. E. A magyarok elődei a Duna-Tisza közén, népvándorláskori leletek Bács-Kiskun megyében. Kecskemét 1983. WERNER 1984. Werner, J. Der Grabfund von Mala ja Perescepina und Kuvrat, Kagan der Bulga­ren. München 1984. GRANULIERTE, GOLDENE, KLEINE RIEMENZUNGE AUS DER MAUTHNER-SAMMLUNG Das Ungarische Nationalmuseum erwab 1985 durch Ankauf die noch vor­handenen archäologischen Gegenstände der einstigen Mauthner-Sammlung, unter diesen eine frühawarische, mit Granulation verzierte, kleine Riemenzunge aus Goldblech (Abb. 1). Granulierte, goldene Gürtelverzierungen sind bisher nur aus dem Khagan­grab von Kunszentmiklós — Bábony bekannt. 3 Die aus einem unbekannten Fundort zum Vorschein gekommene kleine Riemenzunge — die das eine Zubehör eines mit vielen Nebenriemen ausgestatteten Gürtels ist — stellt aufgrund ihrer Ausführung, Montierung und Verzierung ein gleichrangiges Stück der granuli­erten Riemenzungen des erwähnten Khagangrabes dar. Die granulierten Riemenzungen lassen sich aufgrund ihrer Ausüfhrung und Verzierung in zwei Gruppen teilen: — die Granulationsreihe umrahmt den Rand der Beschläge, das Feld ist verziert, zur Montierung dient ein Niet, — die äußerste Granulationsreihe läuft vom Rand des Beschlages weiter nach innen, das Feld ist veziert, Befestigungsspuren des Riemens sind nicht vorhanden. In der Frühawarenzeit wurde die Granulation an Schmuckgegenständen (Ohrgehängen), an Schwertbeschlägen (Kecel, 4 Alpär 5) und an ovalen Medaillons angewendet (Hajdúszoboszló). 7 Die granulierten Verzierungen sind nicht ohne Parallelen unter den frühvöl­kerwanderungszeitlichen Funden Ostmitteleuropas. Mit dem Kreis der granulier­ten Gold Schmiedearbeiten befaßte sich unlängst Cs. Bálint und hob seine Bezie­hung zu den frühawarischen Funden hervor. 1 0 Die granulierten Gürtel- und Schwertebeschläge veranschauliche ich in einer Tabelle. Einen Ausgangspunkt hierzu lieferte die Riemenzunge der Mauth­ner-Sammlung. In der Tabelle führe ich — im Gegensatz zu Bálint — die vollstän­digen Fundkomplexe vor (Tab. I.). 1 1 Unter den in die Tabelle aufgenommenen granulierten Goldfunden sind vom Gesichtspunkt der Datierung die Funde von Uc-Tepe und Arcibasev von Belang. Im Fund von Uc-Tepe kamen außer dem Gürtel mit vielen Nebenriemen ein Schwert mit "P"-förmiger Halterung, ein tordiertes Golddraht von Kunmadaras-Тур, Arm- und Fußringe sowie ein durch-

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