Folia archeologica 37.

Sándor Soproni: Marinianus Ursicinus magister

216 ANDREA H. VA DAY datierbaren Kurgan 26 von Starici an. 7 U Als Analogie des amazonenschildför­migen Riemenbeschlages erwähnt sie einen Fund aus dem auf das 2— 3. Jh. datierten Grab 1 des Kurgans von Zitovski. 7 1 Auf dem Bronzering mit 4 cm Durchmesser des Grabes 6 von Cetirie Brata kamen Riemenreste zum Vorschein. Moskova stellte fest, daß ähnliche Ringe als ergänzende Elemente der Ringtrensen, z.B. bei der Trense des Kurgans von Agapovsk gebraucht wurden. 7 2 Wahrscheinlich gehörten zum Fund von Vizesd-puszta nicht nur dieser Zaum, sondern auch sonstige Pferdegeschirriemen. Hierauf verweisen die zweigros­ßen, rechteckförmigen Schnallenköpfe ohne Schnallenkörper (Abb. 2.7,10) und die Riemenzungen (Abb. 2.4—5) bzw. die bronzenen Riemenzungenschützer (Abb. 2.1 — 3). Die zwei Schnallen stimmen ihrem Typ nach überein, jedoch ihre Maße wei­chen voneinander ab. Das Exemplar unter Abb. 2.7. gehörte zu einem etwa 4,7— 4,8 cm breiten Riemen, ihrem Maße nach können wir hierzu den ähnlich großen, mit drei Nieten befestigten, rechteckförmigen Beschlag reihen (Abb. 2.5.). Die andere Schnalle (Abb. 2.10.) ist schmäler, gehörte samt dem schmäleren, zwei Niete enthaltenden, rechteckförmigen Beschlag zu einem 4,1 — 4 cm breiten Riemen (Abb. 2.4.). (In der Beschreibung von Párducz ist irreführend, daß er diese recht­eckförmigen Beschläge in gleicher Weise beschreibt, nur hält er den einen für vollständig, den anderen für ein Fragment. Das Exemplar mit den zwei Nieten ist tatsächlich beschädigt, doch hätte es drei Niete gehabt, so konnte es nicht das Paar des vorangehenden gewesen sein, schon auf Grund der Nietspuren nicht.) Da das maß der rechteckförmigen Bleche dem der Schnalle entspricht und zu den Schallenköpfen kein Schnallenkörper gehörte, können wir die Befes­tigung nur so vorstellen, daß der dem Schnallenkopf entsprechende Lederriemen mit dem Ausschnitt durch den Schnallenkopf durchgeworfen wurde, man steckte den Schnallendorn durch und nietete das Ende des zurückgebogenen Riemens von der Vorderseite des Riemens her mit einem Beschlag an den Riemen. Auf dem Beschlag mit drei Nieten dürfte die Dicke der zwei Riemen auf Grund des unversehrten Nietes mit abgehämmertem Ende auf diese Weise 4—5 mm gewe­sen sein. Die Stelle der Verschleißüberzüge der fragmentarisch erhalten geblie­benen Riemenzunge (Abb. 2.1.— 3.) ist auf dem Zaum unsicher. Sie konnten das Ende eines herunterhängenden Zierriemens auf dem Hintergeschirr gewesen sein, jedoch kann auch vorgestellt werden, daß sie auf die Analogie der römischen militärischen Gürtel zur Bedeckung der beiden Enden des Grundriemenzeuges gedient haben und aus dem ist der schmälere, mit den weiter oben beschriebenen Schnallen versehene Koppelriemen ausgegangen. Allerdings gehörte der unver­sehrt gebliebene Beschlag zu einem 5,8 cm breiten Riemen, dürfte also bei beiden Schnallen jedenfalls breiter gewesen sein. Im Zusammenhang mit den erwähn­ten Funden von Vizesd-puszta können wir noch eine — auf die Herstellungstech­nik verweisende-Beobachtung machen. Bei den Hängegliedern, Beschlägen kann die Nietung an der Vorderplatte nicht gesehen werden die Bleche wurden mit innerer und hinterer Nietung an das Leder befestigt. Eine ähnliche Technik ist auch bei mehreren sog. sarmatischen Schnallen und Riemenzungen zu beo­8 U Moshkova, а. а. O. und Anm. 22—23. B l Moshkova, а. а. O. Anm. 24. 7 2 Moshkova, а. а. O. Anm. 25.

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