Folia archeologica 37.

Tibor Kemenczei: Középsővaskori tegezveretek az Alföldön

154 KÁROLY MESTER IIÁZY Es gibt jedoch im Fundmaterial einen römischen Importgegenstand, eine Silber­fibel, die die obere Zeitgrenze der Datierung beträchtlich modifiziert. Das Kleid der sarmatischen Frau wurde von einem sehr seltenen Typ vertretenden, gegen wärtig ohne Parallele stehenden Aucissa-Fibel zusammengehalten. Unter den weit verbreiteten Varianten der Aucissa-Fibel mit Inschriften finden sich zug­leich auch bestimmende Eigenartigkeiten: der Bügel ist ein breites, halbkreisför­miges Band, das Kopf blech hoch und profiliert, auf diesem ist AUCISSA oder ein anderer Name zu lesen, am Ende des Fußes befindet sich ein profilierter Knopf. 8 3 Natürlich kamen mit der Zunahme der Zahl des Fundmaterials stets weitere Untertypen zum Vorschein und um die Irrtümer und unrichtigen Bestim­mungen 8 4 zu vermeiden, wurden die Merkmale wiederholterweise zusammen­gefaßt. 8 5 Es wurden klassische Aucissa-Fibeln und der Aucissa-Fibel ähnliche Scharnierfibeln unterschieden, ohne Knopf am Ende des Fußes. 8 6 Auch die echten Aucissa-Fibeln machen eine Entwicklung durch, bei den ältesten ist der Bügel bandförmig, bei den späteren zeigt er einen D-förmigen Querschnitt. 87 Die echten Aucissa-Fibeln begann man von der augusteischen Zeit an zu tragen, ihre Blütezeit erreichen sie unter Claudius und Nero. Für uns ist das späteste Vor­kommen von Belang, deshalb müssen wir in erster Reihe die Datierung der spätesten echten Aucissa-Fibeln überblicken. E. Patek datierte die jüngsten Stücke auf den Anfang des 2. Jhs auf Grund dessen, daß wir sie auch in den Limeskas­tellen Germaniens vorfinden. 8 8 Der neueren Forschung nach fehlen sie aber auch schon aus den Lagern der Flaviuszeit, 8 9 und echte Aucissa-Fibeln kommen in den flavischen Zeiten überhaupt nicht oder höchstens in umgeänderter Form vor. Die Revision des älteren Ausgrabungsmaterials, ihre Authentisierung mit neueren Grabungen und die einzelne Datierung der Fundorte der Aucissa-Fibeln scheint daher nicht unnütz zu sein, da es schon für das Vorkommen zum Ausgang des 1. Jhs Beweise vorliegen. Schon T. Bechert betonte, daß sie auch im letzten Drittel des l.Jhs vorhanden sind. 0 0 Der eine umstrittene Fundort war Okarben. Die neu­eren Forschungen bekräftigten die Datierung auf die Vespasianuszeit, obwohl hier noch keine echten Aucissa-Fibeln zum Vorschein gekommen sind. 9 1 Der andere Fundort is Degerfeld-Butzbach, wo die Entstehung von Erdkastellen mit 8 3 Almgren 1897/1923, 109. Typ 242.; Haverfield 1903, 236-46.; Behrens 1950, 1.; NoII 1952 395-99.; Marovic 1961, 106-120.; Kovrig 1937, 14-15.; Patek 1942, 34-37. 8 4 Beninger 1937, 46-47, 89, 95: erwähnt Aucissa Fibeln aus der Puchov-Kultur. Eamiovd­Schmiedlovd 1961, 12: erwähnt fünf Fundstellen aus der Slowakei, im wesentlichen die von Beninger erwähnten. Von diesen Fibeln stellt S. Rieckhof fest, daß diese Scharnierbogenfibeln von Alesia-Typ sind: Rieckhof 1975, 17. Anm. 75. In der späteren Fachliteratur schreibt man im Zusammenhang mit Puchov nicht mehr von Aucissa-Fibeln, sondern nur von bogenfömigen Scharnierfibeln: Pieta 1982, 38 — 39. Ähnlich falsch bestimmten einige Fibeltypen auch I. Kovrig und E. Patek, und auf diese Ungenauigkeiten richteten die Aufmerksamkeit Rieckhof 1975; 17. und Jobst 1975, 27. Anm. 72. 8 5 Böhme 1972, 11. Hier beruft er sich auf Ritterling 1912, 117.; Ettlinçer 1973, 22, 93-94., Ri ha 1979.; Bechert 1973.; Pe'skaf 1972.; Rieckhof 1975., usw. 8 ß Böhme 1972, 12. 8 7 Böhme 1972, 11.; Jobst 1975, 26.; Bojovic 1983, 21.; Rieckhof \91S, 47-48.; Ettlinger 1973, 22-29.; Marie 1971, 50. 8 8 Patek 1942 37. 8 9 Rieckhof 1975, 47.; Ulbert 1959, 67-68.; Pe'skaf 1972, 66-67. 91 1 Bechert 1973, 13. 9 1 Böhme 1972, 52. Anm. 407.; Korfmann 1965-66, 47-48.; Schönberger - Simon 1980, 16- 17.

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