Folia archeologica 37.

Tibor Kemenczei: Középsővaskori tegezveretek az Alföldön

FRÜIISARMATENZEITLICIIER GRABFUND 155 Hilfe von Terra sigillata- und Terra nigra-Funden auf die Wende des 1 — 2.Jhs oder kurz danach datiert wird. Die hiesige Aucissa-Fibel dürfte demnach nicht früher in die Erde gelangt sein, und bis dorthin mußte man sie auch gebraucht haben. 9' 2 Aus der Vespasianuszeit stammt auch das Erdkastell von Hofheim, so ist auch dies die Gebrauchszeit der dortigen Fibeln. 9 3 Weitere spätere Exemplare (Kösching, Bad Canstatt, aus England Wroxeter, Camerton) beweisen, daß wenn sie auch nicht zu dieser Zeit erzeugt worden sind, dürfte man sie noch zur Wende des 1 — 2. Jhs getragen haben. 9 4 Die Fibel von Veresegyház gehört aber zu einer besonderen Variante. In der Fachliteratur hat sie mehrere Namen. E. Patek nennt sie Variante mit durchbrochenem Bügel, 9 5 von Riha wird sie gegitterte Aucissa­Variante genannt, 9 0 meistens beschreibt man sie mit geteiltem Bügel (divided bow). 9 7 Ihre Verbreitung ist ähnlich den Exemplaren mit ungeteiltem Bügel, auch ihre Zeit ist im großen und ganzen gleich, obwohl sie stellenweise sehr selten vorkommen, in Dalmatien gibt es aber auffallend viele Exemplare davon. 9 8 Zur Datierung der Variante mit geteiltem Bügel stehen uns aus Dalmatien gute Beobachtungen zur Verfügung. Anläßich der bei der Cetina-Quelle durchgeführ­ten Ausgrabungen kam in Grab 15 des Tumulus 14 eine Variante mit zweiteiligem Bügel mit einer Aucissa-Fibel zum Vorschein, die die Inschrift CCAR(TILIUS) trägt und einen Bügel aus tordiertem Draht hat. 9 9 Ebendort wurde in Grab 3 eine Bügelfibel mit D-Querschnitt und mit der Inschrift D(VRNA)CUS gefunden, neben ihr war eine Fibel mit viergeteiltem Bügel. 10 0 Unter den dalmatinischen Fibeln finden wir auch die allernächte Parallele der Fibel von Veresegyház. Diese ist uns nur von einer Aufzeichung von E. Patek bekannt: „Aus Dalmatien, aus Narona kennen wir eine ähnliche Aucissa Fibel mit durchbrochenem Bügel. Parallel laufende Bronzestäbchen bilden den Bügel, die Zwischenräume werden von sich eng nebeneinander reihenden Bronzekugelchen ausgefüllt (Kunsthist. Mus.Inv.-Nr. : 2549). Ähnliche Fibel ist noch aus Karlobag (Museum zu Zagreb.) bekannt." 10 1 Als eine verhältnismäßig nahe Parallele können auch die Fibeln betrachtet werden, auf welchen sich die Querstangen zwischen de Bügel bildenen zwei Lamellen auch an der äußeren Seite der Lamellen fortsetzen, wenn auch nicht 9 2 Simon 1968, 28. !,: i Schönberger-Simon 1980, 32. Anm. 46. ,J 4 Böhme 1972, 52. Anm. 407.; Rieckhof\915, 39. Anm. 271. Auch in dem zwischen 190-260 datierten Material des Kasteilums von Niederbieber wurden Fibeln aus dem 1. und 2. Jh. gefunden, unter diesen auch eine Aucissa-Fibel: Gechter 1980, 590 — 92, 594. Gleichfalls Gechter betont, daß — wie es auch die Fibeln von Neuss und Haltern andeuten — die Laufzeit der einzelnen Fibelformen länger ist, als man es früher angenommen hat. Gechter 1979, 78. Auf die Arbeiten von Gechter richtete Endre Tóth meine Aufmerksamkeit, weshalb ich ihm für die guten Ratschläge auch an dieser Stelle meinen Dank ausspreche. 9 5 Patek 1942, 35. 9 0 Riha 1979, 121-22. 9 7 Gollingwood- Richmond 1969, 294.; Ettlinger 1973, 22, 29. 9 8 Gollingwood- Richmond 1969, 105, Abb. 81.; Lerat 1957, Taf. IV. 66.; Ettlinger 1973, 22, 29, 95.; Riha 1979, 121, Taf. 28.; Kovrig 1937, 87.; Patek 1942, 35, Taf. V. 6. gleich mit Kovrig 1937. Taf. XX. 10.; Marovit 1959, 5-80.; Koscevic 1980, 17. Taf. П. 10.; Bojovic 1983, Taf. IV. 28.; Marie 1971, 46, 50. 9 9 Marovic 1959, 36. Abb. 20. 2. 3. 10 0 Marovic 1959, 25-27, Abb. 13. 7-8. 111 1 Patek 1942, 35. Anm. 20.

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