Folia archeologica 37.
Tibor Kemenczei: Középsővaskori tegezveretek az Alföldön
FRÜHSAR M ATENZEITLICHER GRABFUND 153 noch keine Bearbeitung, so wissen wir praktisch nichts näheres vom Armring. Das Gräberfeld wurde bis zum Ausgang des 3. Jhs belegt. 7 6 Viel mehr Probleme verursacht der Armring von Wulzeshofen. Dieser ist nämlich aus Gold, im Gegensatz zu den größtenteils bronzenen, seltener silbernen Armringen der Weichselgegend. 7 7 Beninger datierte ihn auf die zweite Hälfte des 2. Jhs und hielt das Stück von elbisch-germanischem Ursprung. Diese Datierung wird auch heute noch akzeptiert, die Verbergung dieses Armringes wird auf die Zeit der Markomannkriege gesetzt. 7" K. Raddatz hält den Wulzeshofner Armring gerade umgekehrt für ein provinzialrömisches Produkt, teils wegen seines Materials, teils wegen seiner Sonderform. 7 U Ein dem Wulzeshofner sehr ähnlicher, ebenfalls aus Gold erzeugter Armring kam in Zohor, in der Slowakei zum Vorschein. Den Armring von Zohor hält Kraskovska für gleichaltrig mit dem Wulzeshofner Fund, datiert ihn aber nicht auf die zweite Hälfte des 2., sondern auf die Wende des 1 — 2. Jhs, indessen sie seinen Ursprung in Noricum sucht, im Gegensatz zu Raddatz, der NO- Pannonién oder Dazien als sein Entstehungsgebiet vermutete. 8 0 Noch früher datiert den Armring bzw. den Fund von Zohor J.Tejral (die spätesten Regierungsjähre von Tiberius, am spätesten aber zu Beginn der flavischen Zeiten) und T. Kolnik. 8 1 Der Fund von Zohor zeigt deutlich an, daß die goldenen Exemplare fast um 100 Jahre jünger sind als die bronzenen und silbernen Armringe und wenn es zwischen den beiden Gruppen auch irgendeine genetische Verbindung besteht, ist diese vielmehr von verkehrter Richtung, d.h. es kann sich um eine sich nach N richtende Wirkung handeln. Ihre Provenienz ist aber bei weitem nicht klar, da sie auch unter den provinzialen Schmuckprodukten unbekannt sind, nicht nur bezüglich ihrer Form, sondern auch ihres Materials. Sollte auch die römische Mode auf ihre Entstehung eine Wirkung ausgeübt haben, so müssen wir sie doch eher für barbarische Erzeugnisse halten. Die Armringe von Veresegyház, sind im Karpatenbecken ohne jeden Zweifel aus der Weichselgegend gekommene Handelswaren, ähnlich dem Armring von Szatmár (bei dem es gar nicht sicher ist, daß sein Fundort Szatmár war). Was schließlich den Armring von Gelej anbelangt, datierte diesen A.Vaday auf Grund anderer Schmuckgegenstände des Grabes auf die letzten Jahrzehnte des 2.Jhs und dies kann vielleicht auch richtig sein. Eine engere Zeitspanne anzugeben wäre unbegründet gewesen. 8 2 Für den zweiten Armring von Veresegyház fand ich keine genaue Parallele. Offenbar ist er eine Variante der Schildkopfarmringe und dies beweist, daß auch mehrere Untertypen gleichzeitig nebeneinander gelebt haben. Nach dem Überblick der Parallelen der Armringe könnten wir den Funkkomplex auf den Zeitpunkt nach der Mitte des 2.Jhs datieren, jedoch zwischen engere Zeitgrenzen, wie wir dies mit Hilfe der bisherigen Gegenstände versucht haben. 7 ß Mstyková— Sneidrovd 1977, 239- 48.; Kmiecinski 1962a, 120. 7 7 Beninger 1932, 224-27.; Beninger 1940, Taf. 283. 2. 7 8 Adler 1977, 24 26, 39, No. 90. 7< J Raddatz 1957, 121. 8 0 Kraskovska 1959 99-143. 8 1 Tejral 1977, 333,' 335-36.'; Tejrat 1970, 198.; Kolnik 1979, Abb. 55, 140: datiert auf das erste Drittel des 1. Jhs und hält es für einen norischen Import. 8 2 Vaday 1980, 96.