Folia archeologica 37.
Tibor Kemenczei: Középsővaskori tegezveretek az Alföldön
152 KÁROLY MESTERHÁZY In absoluter Zeit ausgedrückt, entspricht dies dem ausgehenden 2. Jh. — Beginn des 3. Jhs. Auch das Ende des Gräberfeldes zieht sich bis zum Beginn des 3. Jhs dahin/' 4 2. Grab 8 von Odrj. Der bronzene Armring dieses Grabes steht (mit den bereits erwähnten bronzenen Armringen von Kolacz und Tolkmiczko zusammen) am nächsten zu unseren Schildkopfarmringen von Veresegyház. 0 5 Das Grab 127 ist aber leichter zu datieren. In diesem kam ein silbernes Armringpaar von anderthalb Windung mit einer Fibel von Typ Almgren 41 zum Vorschein. L. Kajzer, der die Fibeln und Armringe des Gräberfeldes bearbeitet hat, setzte das Grab 127 auf die Periode B2—Cl, d. h. von der zweiten Hälfte des 2. Jhs an. ,i( i Dieses Grab datiert auch K. Godlowski auf die zweite Hälfte des 2. Jhs, zwischen 150—200. 11 7 3. Elbing. In mehreren Gräbern des im vorigen Jahrhundert erschlossenen Gräberfeldes wurden Schildkopfarmringe gefunden. Dr. Anger erwähnt, daß neben vier silbernen Exemplaren 17 bronzene Armringe waren. Er führt auch einen großen silbernen Armring vor, dessen Bandbreite 2,5 cm, die gesamte Bandlänge 47 cm betrug, das Band selbst mit einer Windung von 2 1/4 ist 13,8 cm lang/' 8 Godlowski setzt das Gräberfeld von Elbing auf Grund der münzdatierten Fibeln auf die zweite Hälfte des 2. Jhs (in dem einen Grab war eine Fibel von Typ Almgren 39—41 mit dem Denar des Marcus Aurelius aus dem Jahr 162). r, u Laut Kmiecinski kann die Datierung des Gräberfeldes auf die B1 — B2 Phase (d. h. bis 150) gesetzt werden, obwohl dies dem Vorkommen des außerordentlich großen, späten silbernen Armringes widerspricht. 7 0 4. Grab 1, Hügelgrab 14 von Zyma W'oda. Der Erschließer datiert die bronzenen Armringe mit einer Windung von 1 1/4 auf Grund der Ajourgürtelschnalle auf die Wende des 2-3. Jhs. 7 1 Unsere Armringe werden also im Mittelpunkt ihres Verbreitungsgebietes mit Ausnahme von Kmiecinski zwischen 150— 200 datiert (abhängig davon, wie weit man sich an das Schema der relativen Zeitordnung von Eggers hält 7 2) es können aber auch Exemplare nach dem Jahr 200 vorkommen (z.B.Elbing, Zielnowo, 7 3 dritte Gruppe von Odry) und vielleicht lassen sich einige auch vor 150 datieren (z.B. die frühe Gruppe von Odry und auch Grab 8). Von den durch den Handel weit gelangten Stücken ist die Datierung der nördlichen Exemplare für uns indifferent. Selbst der auf der Insel Rügen, in Marlow zum Vorschein gekommene bronzene Armring kann auf ähnlihe Zeit datiert werden wie die der Weichselgegend, ist nicht jünger als das Ende der Frühkaiserzeit (nach 150). 7 4 Aus Trebusice (Böhmen) ist uns aus einem aufgewühlten Brandgrab eine gute Parallele bekannt. 7 5 Der lange Jahre anhaltenden Freilegung folgte B J Blomhergowa 1969, 1626.; Kmiecinski 1962b, 275: datiert das Gräberfeld zwischen 150 220. ß ä Kmiecinski 1968, 142. Taf. II. A. el i Kmiecinski 1968, 57, 154, Taf. XIV. o. Godlowski 1970, 91, 99, 104. B S Anger 1880, 106-125, Taf. IV. 17. 6 9 Godlowski 1970. 104. 7 0 Kmiecinski 1962a, 170. 7 1 jaskanis— Kac^ynski 1981, 45. 7 2 Eggers 1955, 196-238. 7: 1 Kaphalm 1914, 212.; Kmiecinski 1962a, 120. 7 4 Müller 1957, 97, 133. Taf. 15. п.; Kmiecinski 1962a, 120. 7 5 Svohoda 1948, 253. Taf. VII. 11.