Folia archeologica 37.
Tibor Kemenczei: Középsővaskori tegezveretek az Alföldön
FRÜIISARMATENZEITLICIIER GRABFUND 151 Form des zweiten Typs aus, es gehören hierher Exemplare mit anderthalber oder mehrfacher Windung. 5" Die Aufteilung von Blume finden wir im wesentlichen auch bei Kmiecinski, mit dem Unterschied, daß der erste und zweite Typ von Blume bei Kmiecinski der I. Typ, der IT. Typ von Kmiecinski eine einfachere Variante des I. Typs ist, während der III. Typ von Kmiecinski der Form nach mit dem ersten Typ von Blume in Verwandtschaft gebracht werden kann. Den IV. Typ von Kmiecinski reiht Blume nicht mehr zu den Schildkopfarmringen, diese sind eindeutig Tierkopfarmringe. 5 7 Schon an der Verbreitungskarte von Kmiecinski fällt es auf, daß während sich seine Typen I. und II. in der Weichselgegend verbreitet haben und von dort auch einzelne Exemplare zerstreut nach anderswo gelangt sind, ist das Hauptverbreitungsgebiet des III. Typs die Elbgegend und kein einziger solcher Armring kommt im Mündungsgebiet der Weichsel vor. In Ungarn gibt es aber solche Exemplare. In diesen Typ gehört ein, in Ungarn von einem unbekannten Fundort zum Vorschein gekommenes Stück, das zuerst 1873 C. Engelhardt publiziert hat. 5 8 Diese Exemplar kann annähernd mit dem von Vaday mitgeteilten Armring aus Gelej in Verwandtschaft gebracht werden. ,( J Der Armring von Gelej scheint jedoch ein Übergang zwischen den Schildkopfarmringen, also den Armringen von Szatmár" 1' und Veresegyház sowie den Tierkopfarmringen zu sein. Gerade auf diese typologische Schwierigkeiten wies K. Raddatz hin, der gegen alle, gerade auch auf Grund des mit dem Exemplar von Gelej verwandten, von unbekanntem Fundort stammenden Armringes im Süden, in NO-Pannonien, eventuell in der römischen Provinz Dazien ihren Ursprung sucht." 1 Wahrscheinlich typologisierte A. v. Müller unsere Armringe auf Grund ihrer Verbreitung, um den Irrgang der komplizierten Gegenwirkungen zu vermeiden. Er unterschied drei Serien, eine ostgermanische (hierher gehören die Exemplare von Szatmár und Veresegyház), eine elbische (hierher würde ich den Armring von unbekanntem ungarischem Fundort und von Gelej einreihen) und eine skandinavische (die keine Parallelen in Ungarn hat). Auch v. Müller akzeptiert die innere Entwicklung innerhalb der „Tierkopfarmringe" und in diesem Punkt schließt er sich an Blume an." 2 Die Chronologie der Schildkopfarmringe ist fast so kompliziert, wie ihre Typologie. Hier hilft auch nicht, daß wir an ihrem Entstehungsort oder an den Fundstellen der entfernter geratenen Parallelen die Zeit ihrer Tracht festzustellen versuchen, da sie ohne Ausnahme aus dem Barbaricum stammen. Zuerst soll das Material der Fundstellen aus der Weichselgegend untersucht werden. 1. Hügelgrab 15 von Wçsiori. Im Grab waren zwei silberne Armringe mit der Windung 1 1/4, ferner ein S-förmiger Haken und eine Fibel von Typ Almgren II. 41. Auf Grund dieser datiert Blombergowa den Fund auf die B2—Cl Phase." 3 5 B Blume 1912, 64 -69. Diese Aufteilung akzeptiert Tejral 1971, 198. 5 7 Kmiecinski 1962a, 119-21. 5 8 Engelhardt 1873, 302. Abb. h. 5 9 Vaday 1980, Taf. I. 9, Taf. IV. 2. 6 0 Vaday 1980, Taf. III. 2-3. Raddatz 1957, 121. n 2 Müller 1957, 27, 97. 6 3 Kmiecinski-Blombergowa- Walenta 1966, 66, 72, Taf. XLIII. 1-2. Taf. LXXV1II. 1.