Folia archeologica 37.

Tibor Kemenczei: Középsővaskori tegezveretek az Alföldön

148 KÁROLY MESTER IIÁZY ner Bandring kam auch im dakischen Hortfund von Vedea zum Vorschein, je­doch befindet sich bei diesem am äußeren Saum unten und oben eine eingekerbte Linie, die das Band des Ringes in drei Streifen teilt. 2 8 Die Parallelen unseres Halsringes entdecken wir in den dakischen Silber­schätzen. Er gehört unter den Tierkopfhalsringen in den Typ, der in einen En­tenkopf ausgeht. 2 9 Seine beste Parallele führte N. Fettich vor. Auf dem kleinen, naturalistisch geformten Kopf des Vogels sind ein rundes Auge und drei Punkt­reihen zu sehen: eine in der Mitte des Schnabels, zwei an beiden Seiten. Der Hals ist aus viereckigem Draht ausgebildet, an dessen beiden Seiten sich die Punkt­reihe fortsetzt. Neben dem Torques mit Entenkopf gehören noch ein anderer, unvollständiger Halsring aus tordiertem Draht und ein gefederter Armring (mit aufgerollten Enden) zum Fund. 3 0 Der Tierkopf eines anderen, in Entenkopf ausgehenden Torques ist mehr abstrakt, an ihm ist der mit dem Schnabel zusammenmodellierte Kopf zu sehen, der vierkantige Draht ist tordiert. 3 1 Der Fundort des dritten, in einen Entenkopf ausgehenden Silbertorques ist Toroczköszentgyörgy. Dies teilte 1903 I. Téglás mit, so ist es schon seit langem bekannt. Der Torques unterscheidet sich von den vorangehenden beiden dadurch, daß an seinem tordierten Körper drei eingekerbte Streifen ringsumlaufen, auf dem Hals des Vogels befinden sich an beiden Seiten gekerbte Stäbchenglieder und eine aus gepunzten Kreisen gebildete Verzierung. 3 2 N. Fettich weiß noch von einem vierten, in Entenkopf ausgehenden Torques, jedoch teilt nur seine Daten mit. 3 3 Bei dem nächsten parallelen Halsring sehen wir schon an beiden Enden einen stilisierten Tierkopf, jedoch ist sein eckiger Draht tordiert. Der Fund stammt aus dem südlichen Teil der Landschaft Mezőség. 3 4 All diese Halsringe hält Fettich für Teile eines einzigen, aus Toroczköszentgyörgy stammenden Hortfundes und seine Ansicht teilt auch Kurt Horedt. 3 3 Zu ihrer Datierung benutzte Fettich den Hortfund von Zalahosszúfalu, der zwar keinen dakischen 2 8 Popescu 1968, 21 a. 2 9 Horedt 1973, 137. 3 0 Fettich 1953, 149. Taf. XXI. 2. Im Inventarbuch des UngNatMus ist die Umgebung von Nagyenyed als Fundort mit einem Fragezeichnen versehen angegeben. Der Fund wurde 1894 gekauft. Da Nagyenyed in der Gegend von Torockószentgyörgy liegt, hält Fettich für die Herkunft des Fundes Torockószentgyörgy, von wo auch mehrere ähnliche Armringe stammen. Натре/ 1893, 366 schreibt über die neue Erwerbung der Archäologischen Abteilung des Natio­nalmuseums im Jahre 1893, daß sich die Sammlung aus der Gegend von Toroczköszentgyörgy durch Ankauf mit einem „kleineren beschädigten und einem größeren, gut erhaltenen Silber­torques" bereichert hat. Horedt 1973, 163, unter Nr. 18 Coltesti, früher Sangeorgiu-Trascau = Torockószentgyörgy.; Roska 1942, 292. No. 74.: bezeichnet es als einen Schlangenkopftyp. 3 1 Fettich 1953, 149. Abb. 18. Vom Nationalmuseum 1893 durch Ankauf erworben, früher als die vorherigen Halsringe, stammt angeblich aus Toroczköszentgyörgy. Als Schlangenkopf­halsring erwähnt bei Натре! 1893, 178.; Koska 1942, 292. No. 74.; Popescu 1937-40, 198: erwähnt unter dem Namen Coltesti-Sangeorgiu-Trascau.; Horedt 1973. 163. Nr. 18. 3 2 Téglás 1903, 304.; Fettich 1953, 151. Abb. 19. Dieser Halsring kommt bei Popescu irrtüm­lich als ein Stück aus Coltesti vor: Popescu 1937 — 40, 198. In Wirklichkeit ist er mit einem von der Landschaft Mezőség stammenden Stück identisch, über welches 1904 I. Téglás berichtet hat. Koska 1942, 292. No. 74. 3 3 Fettich 1953, 152. 3 4 Téglás 1904,'174-75.; Fettich \9ЪЪ, 152.; Koska 1942, 179. No. 203.; Popescu 1937-40, 189.; Horedt 1973, 163. No. 18., 166. 3 5 Fettich 1953, 152.; Horedt 1973, 163.

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