Folia archeologica 37.
Tibor Kemenczei: Középsővaskori tegezveretek az Alföldön
146 KÁROLY MESTER IIÁZY Grab 8, 3 Endrőd-Szujókereszt Grab 27, 4 Szeged—Csongrádi út Gräber 14, 19, 24, 25 5). Hinsichtlich der Funktion des Gürtelringes schloß sich auch G. Vörös der Vorstellung von M. Párducz an": laut ihnen hangen vom Gürtelring verschiedene Perlenreihen herunter. 7 Im Gegensatz zu ihnen kam A. Vaday auf die Überzeugung, daß der Gürtelring bloß ein Halter des Gürtels war, auf dessen breites, herunterhängendes Band Perlen, Anhänger angenäht wurden.- Auch im aufgewühlten Grab von Veresegyház läßt die Lunula eher auf eine Tracht solchen Charakters schließen: die an ihrer Rückseite vorhandene Hängeöse pflegte auf angenäht getragenen Gegenständen vorzukommen. In den sarmatenzeitlichen vornehmen Frauenbestattungen ist die auf diese Weise befestigte Lunula völlig unbekannt — sämtliche Stücke verfügen über eine Hängeöse. M. Kőhegyi, der von 16 Fundstellen über goldene Exemplare berichtet, unterscheidet sieben verschiedene Varianten,- jedoch sind diese alle am Hals getragene Stücke. A. Vaday führt eine Beinlunula vor, jedoch ist auch diese die Variante des am Halse getragenen Typs. 1 0 In Grab 3 des Gräberfeldes von Kiskőrös-Vágóhíd-Seregélyes, das leider aufgewühlt war, fand Gy. László 3 Lunulen aus Goldblech, mit zum Annähen dienenden Löchern. Im selben Grab war auch eine in einer Halskette aufgehängt getragene Lunula. 1 1 Diese 3, einem arabischen Dreier ähnlichen Goldbleche waren wahrscheinlich ebenfalls — dem Exemplar von Veresegyház ähnlich — Zubehöre eines Gürtels. Auf den Gürtel waren auch die Chalzedon- und großen Kalziumperlen angenäht, die charakteristische Zubehöre der frühsarmatischen Tracht sind. Tonnenförmige Kalziumperlen waren in Endrőd in Grab 27, l 2, in Kiskőrös-CsukástóRáczkút in Grab 6 vorhanden. 1 3 Dieses letztere Grab datiert M. Párducz mit den übrigen Gräbern des Gräberfeldes zusammen auf die Wende des 1 — 2. bzw. auf den Anfang des 2. Jhs, 1 4 A. Mócsy setzt es ebenfalls auf die erste, 1 5 während M. Kőhegyi auf die zweite Periode. 1 0 Auch die Chalzedonperlen haben runde und tonnenförmige Varianten. Sie kommen sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Variante vor (frühzeitige: Kiskőrös-Csukástó-Ráczkút Grab 7, 1 7 spätere: Bag-Dióskert, 1 6 Debrecen-Máta 1 9). Die zweierlei Perlen wurden zusammen in Kenderes in einem auf das letzte Drittel des 2. Jhs datierten Milieu gefunden (mit der Fibel von Typ Almgren V. 151 -55). 2 0 3 Párducz 1941a, 21. 4 Vaday-Szőke 1983, 82. 5 Vörös 1981, 121. G Pdrducz 1946-48, 287-88. 7 Vörös 1981, Abb. 9.; Vörös 1983, 126-29. Abb. 21. 8 Vaday-Szőke 1983, 107-108. 9 Kőhegyi 1982, 332. 1 0 Vaday-Szőke 1983, 109. 1 1 Párducz 1941a, 22, Taf. XXVIII 1-3. 1 2 Vaday-Szőke 1983, 82. 1 3 Párducz 1941a, 20. Taf. XXVII 30, 31, 34-35. 1 4 Párducz 1941a, 33. « Mócsy 1954, 115, 124. 1 6 Kőhegyi 1982, 309. 4 7 Párducz 1941a, Taf. XXV 9-14. 1 8 Párducz 1944, Taf. LXV 14-15, 17-18. 1 9 Párducz 1944, Taf. XLIV 10- 11, 13. 2 0 Párducz 1944, 23, 41, Taf. XLVII.