Folia archeologica 36.

V. Kocztur Éva: Adalék Solymár római kori történetéhez

DIE PTOLEMÄISCIIE BESTIMMUNG 97 Position an, darum ist es möglich, daß das Lager von Odiabo in der Nähe von Brigetio noch in Pannónia Superior lag, als die östlichste Festung dieser Provinz. Es gibt jedoch eine Angabe bei Ptolemaios, die beobachtet werden soll. Nach dieser lebte nämlich das Volk der asali in Pannónia Superior. 2 8 Das Gebiet dieses Volkes wirci von den Forschern unmittelbar in der nordwestlichen Nachbarschaft der eravisci gesucht. 2 9 Die nördliche Grenze dieses Gebietes wäre der Donau-Abschnitt zwischen Győr und Visegrád. Auch darüber besteht gar kein Zweifel, daß der Grabstein der Tochter eines principis der asali in Eszter­gom befunden wurde. 3 0 Demnach soll der östliche Rand des Gebietes der asali zur Zeit des Ptolemaios in Pannónia Inferior gewesen sein. Dies widerspricht jedoch seiner eigenen Schilderung, wonach die asali in Pannónia Superior lebten. Man vergesse jedoch nicht, daß die östliche Grenze des Gebietes der asali und ihre etwaigen Veränderungen nicht bekannt sind; wir wissen auch nicht, ob anläßlich der Zweiteilung der Provinz die Stammesgrenze berück­sichtigt wurde; ein größerer Teil des Gebietes der asali mag in Pannónia Superior gewesen sein. Durch die einzige Angabe des in Esztergom gefundenen Grab­steines wird also die Behauptung, daß die Trennungslinie der Provinzen östlich von Brigetio begann, nicht entkräftet. Es ist auch bekannt, daß in der zweiten Dekade des 2. Jhs asali in das Heer von Pannónia Inferior rekrutiert wurden. 31 Auch diese Angabe spricht also daß das Wohngebiet dieses Stammes unter den beiden Provinzen wohl geteilt war. Es fragt sich noch, für welche Epoche gilt denn der Bericht des Prolemaios. Er starb i. J. 167, und an seinem letzten Werk arbeitete er bis zu seinem Tode. 32 Die Epoche, für die seine Angaben gelten sollen, fällt also mindestens zwischen 106 und 167. Man kann zwar auf Grund der Truppendislokation keine sicheren Ergebnisse in der Bestimmung der Grenze erzielen, aber es ist dennoch beach­tenswert, daß die Einheiten, die gegen Ende des 2. Jhs. auf dem fraglichen Gebiet, in der Gegend des Donau-Knies stationierten, auch früher in den Diplomen aus Pannónia Superior genannt werden. 3 3 Man konnte diese Einheiten in jene Gebiet natürlich auch versetzt haben, das der Provinz angeschlossen wurde. Die Schil­derung des Ptolemaios mag sich am meisten auf die Jahrzehnte nach der Teilung 2 8 Ptol. II 14, 2 (290,9). 2 9 Mócsy, A., Die Bevölkerung. . . 54—55.; ders.: Pannónia, PWRE IX 586. 3 0 AEpigr. 1937: 138 = RIU III 790. Man kann den Grabstein genauer nicht datieren. 3 1 Das Wohngebiet der asali in Pannónia Superior wird durch die Diplome erhärtet. Der Veteran des Diploms, das i. J. 146 u. Z. erlassen wurde (CIL XVI 187), war ein asalus; der Veteran des Diploms aus dem J. 149 (Szőny, CIL XVI 97), und Veteran des Diploms aus 150 (auch von Szőny, CIL XVI 99) waren ebenfalls asali, und sie dienten im Heer von Pannónia Superior. Aber ein anderer Veteran, der in Diplom von Regöly aus d. J. 148 erwähnt wird (CIL XVI 180) leistete seinen Dicns im Heer von Pannónia Inferior, als Soldat der 'ala I Flavia Brittonum miliaria'. Dieser Veteran wurde um 123 u. Z. herum in das Heer rekrutiert, also in jener Zeit, in der das Donau-Knie Bestandteil von Pannónia Inferior war; vermutlich zu dieser Zeit wurde das Gebiet der asali durch die Trennungslinie der beiden Provinzen entzwei gerissen. Auch manche eravisci, die ebenfalls in Pannónia Inferior lebten, wurden in dasselbe Heer rekrutiert, wie der asalus des zuletzt genannten Diploms; das ersieht man aus einem anderen Diplom von Regöly: CIL XVI 179, erlassen am 9. Oktober 148. Die beiden letzten Diplome sind also Belege für die Vermutung, daß das Gebiet der asali durch die Grenze der Provinzen geteilt wurde. 3 2 Lasserre, F., Ptolemaios, Kl. Pauly IV (München 1972) 1224. 3 3 Vgl.: Lörincz, В., Arch. Ért. 107 (1980) 84. 7 Folia Archaeologia XXXVI 1985.

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