Folia archeologica 36.

V. Kocztur Éva: Adalék Solymár római kori történetéhez

98 ENDRE TÓTII von Pannónia beziehen. Es ist kaum wahrscheinlich, daß man die Grenze bei der Teilung ursprünglich vom Bezirk Cirpi-Ulcisia Castra gezogen, erst später dahin verändert hätte, daß sie östlich von Brigetio ab beginne, und dann im letzten Drittel des 2. Jahrhunderts wieder auf die Unie zurückversetzt hätte, die einst bei der Teilung als Grenze ins Auge gefaßt war; dann hätte man i. J. 214 das ganze Gebiet, diesmal mit Brigetio zusammen, an Pannónia Inferior angeschlos­sen. Aus den Jahren unmittelbar nach der Teilung in 106 besitzen wir keine solche archäologische Angabe, die die Hinzugehörigkeit des Donau-Knies eindeutig angeben würde. Fragt man nach dem Grund und genaueren Zeitpunkt der Grenzveränderung, so ist es nicht unmöglich, daß diese zwischen 136—144, infolge des quadisch­sarmatischen Krieges, im Laufe der Tätigkeit des Aelius Caesar oder unmittel­bar danach stattfand. 3 4 Denn jene Grenzlinie, deren Beschreibung Ptolemaios aufbewahrt hat, riß die quadische Front der Provinz entzwei. Die westliche Hal­te gehörte der Provinz Pannónia Superior, und die östliche der Inferior an. Das hätte die einheitliche, zusammengestimmte Kriegsoperationen erschwert. Viel­leicht war eben dies der Grund, weswegen gerade zur Zeit dieses Krieges die beiden Provinzen unter eine gemeinsame Führung gestellt wurden. Man hat dann später nach den Kriegeserfahrungen den Grenzabschnitt verändert, und die ganze quadische Front wurde von nun an Pannónia Superior angeschlossen. Den Zeitpunkt der Grenzveränderung könnte man nur dann präzisieren, wenn geeignete Funde zum Vorschein kämen. Aber bis dahin wird man auch jene Möglichkeit nicht ausschließen können, daß Ptolemaios vielleicht einen sol­chen Grenzplan benutzte, der anläßlich der Zweiteilung Pannoniens um 106 herum entworfen aber nicht verwirklicht wurde. Solange jodoch die eine, oder die andere Möglichkeit nicht erwiesen ist, wird man in den ersten Dekaden des 2. Jhs in der Dislokation der Heerestruppen von Pannónia Superior und Inferior diesen Un­sicherheitsfaktor beachten müssen. 3 1 Zum quadischen Krieg: Hütt/, A., Antoninus Pius. (Prag 1936) (repr. New York 1975) 271.; Mócsy, A., Pannónia PWRE Suppl. IX 554—555.

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