Folia archeologica 36.

Viola T. Dobosi: Ékszerek, hangszerek, különös tárgyak a magyarországi őskőkorban - Appendix II. Mária FÖLDLÁRI: Pilismarót—pálrét, borostyángyöngy elemzése

MITTELEISENZEITLICHE TRENSEN 65 Eisentrensen ist die Befestigungsform der Seitenstange und des Mundstückes. Dies besteht aus einer unbewegbaren, festen Verbindung der zwei Trensenteile. Ähnliche, jedoch nicht vernietete, sondern in einem Stück gegossene Bronze­trensen sind am frühesten aus den südlich vom Kaukasus gelegenen iranischen Fundorten von Urartu aus dem 9—8. Jh. v. u. Z. zum Vorschein gekommen. 73 Auch aus der Steppengegend, 7 4 aus dem Karpatenbecken, 7 5 und aus dem Nord Balkan 7 6 sind uns Bronzetrensen von solcher Konstruktion bekannt. Ihre Zeit ist das 8. Jh. bzw. die erste Hälfte des 7. Jhs. v. u. Z. Auch die in der Festung von Karmir Blur gefundene Eisentrense gehört in denselben Formenkreis. Zweifellos ähnelt bei dieser die Form der Seitenstangen der den ostmitteleuropäischen Eisentrensen, jedoch die Befestigungsweise des Mundstückes und der Seiten­stangen ist keine Nietung, sondern das Ergebnis einer Verschmiedung. Eine der Form nach abweichende, jedoch ebensolche Konstruktion zeigende Trense ist auch aus Nordungarn, aus dem in Fügöd zum Vorschein gekommenen Depotfund (Abb. 2,7) bekannt. 7 7 Letzten Endes dürfte die unbewegbare, feste Verbindungs­form des Mundstückes und der Seitenstangen aus Iran hervorgegangen und von dort nach Mitteleuropa gelangt sein, jedoch mit welchem Einfluß dies auf die Her­stellung der genieteten Eisentrensen hatte, kann auf Grund der jetzigen Funde nocht nicht entschieden werden. Es ist eine Tatsache, daß die in einem Stück gegossenen Bronzetrensen in der präskythischen, kimmerischen Zeit in ganz Osteuropa bekannt waren, gebraucht wurden, also zur Herstellung von Eisen­trensen mit derselben Konstruktion auch als Muster dienen konnten. Es kann aber ebenso vorausgesetzt werden, daß das Gelangen der Erzeugung solcher Eisentrensen weiter nach Westen auch die Folge neuerer iranischer Verbindungen gewesen sein dürfte. Hierzu konnte es schon in der frühskythischen Zeit kommen. Der östlichste Fundort der charakteristischen ostmitteleuropäischen, geniete­ten Eisentrensen ist der im mittleren Dnestrgebiet, in Perebykovca erschlossene 2. Kurgan. Zugleich stellt die hier gefundene Trense das älteste, auf die erste Hälfte des 6. Jhs v. u. Z. datierbare Exemplar dar. Das ganze Fundmaterial zeigt mit dem frühskythischen Material der Dneprgegend Verbindungen und es wurde als Nachlassenschaft der zum Teil von dort stammenden Volksgruppe bestimmt. 78 Es ist daher anzunehmen, daß das Entstehungsgebiet dieser Trensenform die Waldsteppenzone gewesen sein konnte und wahrscheinlich gelangte ihre Her­stellungsweise von dort zum Teil nach dem Alföld, zum Teil nach Oltenien, in das Gebiet der thrakischen Kultur. Im ungarischen Alföld gehören also die genieteten Trensen in die Reihe der in beträchtlicher Zahl auf uns gebliebenen, aus dem Osten stammenden Gegen­stände der Skythenzeit. Ihr Gebrauch wurde in der zweiten Hälfte des 6. Jhs. 7 3 Po/raiz, A. H., Die Pferdetrensen des Alten Orients (Roma 1966) 116; Tereno^kin, А. I. Data mingecaurkich . . . 72; Pogrebova, M. N., Iran i Zakavkaze v rannem zeleznom veke (Moskva 1977) 80; Visnevskaja, O. A., Kultura sakskih piemen nizovjev Syrdarji v 7—5 vv. do n. e. (Moskva 1973) Taf. 8, 5; 10, 14. 7 4 Jessen, А. А., К voprosu . . . Abb. 25. 7 5 Gallus, S.—Horváth, T., Un peuple . . . 7 6 Tonteva, G., О frakijcah myneènih Ukrainy, Moldovy, Dobrudzi i Severo-Vostocnoj Bolgarii v 11—6 vv. do n. e. In: Studia Thracica 1 (1975) 45. 7 7 Kemencééi, T., Ostungarn . . . 85, Abb. 3, 15. 7 8 Smirnova, G. /., Naselenie srednego Podnestrovja v 6—5 vv. do n. e. i ego zapadnye sosedy. In: Actes du II e. Congrès International de Thracologie I. (Bucureçti 1980) 235fF. 5 Folia Archaeologia XXXVI 1985.

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