Folia archeologica 36.
Viola T. Dobosi: Ékszerek, hangszerek, különös tárgyak a magyarországi őskőkorban - Appendix II. Mária FÖLDLÁRI: Pilismarót—pálrét, borostyángyöngy elemzése
66 TIBOR KEMENCZEI v. u. Z. allgemein und zu dieser Zeit bildeten sich mehrere Formvarianten aus. Die Sitte ihres Gebrauches gelangte auch vom Ende des 6. bzw. vom Beginn des 5. Jhs v. u. Z. in die Gebiete der nordbalkanischen illyrischen und der SO-alpinen Hallstattkultur. Da dort ein Teil von ihnen mit einen Tierstil zeigenden solchen Pferdegeschirrbeschlägen gemeinsam zum Vorschein kam, die für die thrakische Kunst charakteristisch sind, 7 9 ist es möglich, daß sie zum Teil aus einem ihrer anderen Herstellungszentren, aus dem Gebiet der thrakischen Kultur Olteniens dorthin gelangt sind. Die in diesen Formenkreis gereihten westeuropäischen Eisentrensen zeigen eine andere Konstruktion und gehören demnach nicht zu den Exemplaren von ostmitteleuropäischem Typ. Das 5. Jh. v. u. Z. war im Alföld die letzte Phase in der Verwendung der östlichen Eisentrensen. Dorthin ist die Sitte der Herstellung der für die Spätskythenzeit so charakteristischen, S-förmigen Trensenstange, mit zwei Löchern nicht gelangt, jedoch sind von da auch die aus dem NW-Balkan stammenden genieteten Eisentrensenformen des 4. Jhs unbekannt. Die im 4. Jh. v. u. Z. vor sich gehende keltische Eroberung hat dann in der östlichen Hälfte des Karpatenbeckens ein völlig neues Pferdezeug westlichen Stils verbreitet. 8 0 Die früheisenzeitlichen Eisentrensen Ostmitteleuropas gehören in die Gruppe jener Gegenstände, die vom Volk mehrerer Kulturen erzeugt wurden, jedoch ihres Ursprungs nach sind sie die Denkmäler des Kultur-, Wirtschafts- und Machtseinflusses, die diese Völker an den östlichen Kulturkreis geknüpft haben 79 p r ey t o. H., Ein Zierstück der späten Hallstattzeit von der Magdalenska gora bei Smarje. In: Symposium, Steyr 1980 (Linz 1981) 229. 8 0 Zirra , V., Laténezeitliche Trensen in Rumänien. Hamburger Beiträge zur Archäologie 8 (1981) 115—171.