Folia archeologica 36.

Virágh Dénes: Római villa első ásatási térképünkön

DAS DIADEM VON CSORNA 117 Das Diadem von Csorna gehört in die Gruppe des — in der Fachliteratur oft vorkommenden — auf Bronzeunterlage montierten, größtenteils aus Goldblech gefertigten und mit Schmucksteinen verzierten Kopfschmuckes, der durch das Vordringen der Hunnen nach dem Westen in das Donaubecken, ja in zweiter Verwendung sogar ganz bis SW-Polen gelangt ist. J. Werner befaßte sich einge­hend mit diesen Diademen 1956 auf Grund der von ihm damals bekannten 9 Exemplare. 2 3 In der 1968 erschienenen und die Diademe der Form nach gruppie­renden Studie von Zaseckaja kommen 20 bzw. mit dem Stirnband von Leninsk insgesamt 21 Diademe vor. 2 4 Das einen Goldblech des Fundes von Scuce'e (am Borovoe-See in Kasachstan) erwähnt sie erst später als Diademfragment mit einem Fragezeichen, 2 5 noch später schon ohne dies. 2 6 Im Zusammenhang mit der Publikation des Diadems von Tiligul II-Antonovka gaben Tihanova und Cernjakov eine präzise, ausgezeichnet brauchbare Zusammenstellung über die Diademfunde von Kasachstan bis Polen mit Angabe aller wichtiger und erreich­barer Daten. Ihre Tabellen und ihre Karte enthalten die Angaben von 23 Diadem­funden: Nr. 1. Kanattas, Nr. 2. Koktal' (bei der Siedlung Culak-Tau), Nr. 3. Kara Agac, Nr. 4. Am Batyr-See, Nr. 5. Sipovo, Nr. 6. Verhne Pogromnoe, Nr. 7. Berezovka, Nr. 8. Verhre Jablocnoe, Nr. 9. An dem Ufer des Korusan, bei Osipenko, in der Nähe von Berdjansk, Nr. 10. Kerc, Nr. 11. Marfovka, Nr. 12. Melitopol', Nr. 13. Kalinin-Sowchos (Krim), Nr. 14. Staraja Igren', Nr. 15. Proletarskaja (Rayon von Curjupinsk), Nr. 16. Tiligul I., Nr. 17. Tiligul II­Antonovka, Nr. 18. „Südrußland" ehem. Slg. Gans, Nr. 19. Buhäieni, Nr. 20. Gheräseni, Nr. 21. Dulceanca, Nr. 22. Csorna, Nr. 23. Höckricht/Jendrzychowice (1—18: Sowjetunion: 19—21: Rumänien; 22. Ungarn; 23: Polen) und es wird noch auch das Diadem von Leninsk erwähnt. 2 7 Außer den bei Tihanova­Cernjakov aufgezählten und auf der Karte vorgeführten haben wir von dem Gebiet der Sowjetunion auf unseren Karten (Abb. 6 und 10) auch noch den erwähnten Fundort von Leninsk (Nr. 24) und einen neueren aus Zelenckumsk, aus dem Nord-Kaukasus (Nr. 25) angegeben, wo 1980 in einem reichen Grabfund das Fragment eines mit Schmuckstein verzierten Golddiadems gefunden wurde. 2 8 2 3 Ders, ebd. 61—68. 2 4 Zaseckaja, I. Р., а.а. О. 35ff.; ihre späteren Gruppierungen je nach Typologie und Verzierung: О hronologii i kul'turnoj prinadleznosti pamjatnikov juznorusskih stepej i Kazahstana gunnskoj epohi. SA (1978) Nr. 1. 53ff., im weiteren: О hronologii ... ; Klassifikacija polihromnyh izdelij gunnskoj cpohi po stilisticeskim dannym in: Drevnosti epohi velikogo pereselenija narodov V —VIII vekov (Moskva 1982) 14ff., im weiteren: Klassifikacija.... 2 5Zaseckaja , I. P., Zolotye ukrasenija gunnskoj epohi (Leningrad 1975) 46f. Nr. 21., im weiteren: Zolotye. . . 2 6Zaseckaja, I. Р., О hronologii. . .SA 1978. Nr. 1. 58ff. ; schon früher hat Bernstam diese Möglichkeit aufgeworfen: Nahodki u oz. Borovogo v Kazahstan. Sbornik Muzeja Antropologii i Etnografii 13 (1949) 218. 2 7 Tihanova, M. A. —Cernjakov, I. Т., а.а. О. 117ff.; die in ihrer Mitteilung gebrauchten Numerierung der Diademfunde habe ich zur leichteren Zurechtfindung und zur Vermeidung der Mißverständnisse an den Karten beibehalten. 2 8 Ohon'ko, N. A. —Otjuckij, I. V., Bogatoe zahoronenie gunnskogo vremeni u g. Zelenokumska. SA 1982. Nr. 4. 235ff., Abb. 1,6; das Fragment war nicht in der an der Rekon­struktion dargestellten Weise (Abb. 2) auf dem Diadem, sondern in verdrehter Lage von 90°, daß die spitzovalen Almandinen vertikal, mit ihrer Spitze nach unten stehen sollen. Wahr-

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