Folia archeologica 32.

Ferenc Fülep-Alice Sz. Burger: Későrómai éremlelet Pécsről

206 A. Kiss 9. Vogelfibel Silbervergoldete Fibel, das Auge erhaben, Flügel, Schwanz und Fuß mit flacher Almandineinlage. H: 4,1 cm. Ao.: Kunsthistorisches Museum, Wien, Inv.-Nr. : VII.755. 7 7 (Abb. 5). Datierung: „Der Fund von O-Szőny steht, besonders in geographischer Hinsicht, durchaus isoliert da. Da es sich nicht um eine geschlossene Grabung handelt, ist eine genaue zeitliche Einordnung erschwert. Der Fund ordnet sich an Hand stilkritischer Momente bei der Vogelfibel in das 6. Jahrhundert ein." 7 8 — Eine genauere Datierung des Fundes kann man auf der Basis indirekter Gründe geben. Im pannonisch-langobardischen Fundmaterial kommen — die einzige ältere fränkische Cloisonnéfibel, 7 9 die Fibel aus Grab 18 des Gräberfeldes von Bezenye 8 0 abgerechnet — nur mehr verschiedene Typen der S-Fibeln vor. Demnach kann die Vogelfibel von Brigetio auf die prälangobardische Periode, auf das erste Viertel des 6. Jhs. gesetzt werden. 10. Bügelfibel Silbervergoldete Bügelfibel. Auf der kerbschnittverzierten Vorderseite Niel­lo- und Almandineinlage. L: 9,85 cm. Ao.: British Museum, Department of Medieval and Later Antiquities. Inv.-Nr.: 1930.4—9.2. 8 1 (Abb. 6). Datierung: Die erste Datierung des Verfassers erwies sich für allzu früh, 82 die richtige Datierung hat J. Werner angegeben: erste Hälfte des 6. Jhs. 8 3 Da der Fundtyp meines Wissens im publizierten langobardischen Fundmaterial nicht vorkommt, muß die Fibel auf die prälangobardische Zeit, auf das erste Viertel des 6. Jhs datiert werden. 11. Bügelfibel Silbervergoldete Bügelfibel mit vier Knöpfen und fragmentarischem Fuß. Auf dem halbrunden Kopf symmetrisches Spiralrankenmuster in Kerbschnitt­verzierung. An beiden Seiten des Bügels ist eine mit je einer Rippe begrenzte, auf dem breiten Bügelrücken stark abgenutzte zickzackförmige Nielloverzierung, auf dem fragmentierten Fuß Gittermuster. Feder unversehrt. Knöpfe profiliert, sehr flach. Auf den Kanten und Knöpfen der Fibel die Vergoldung abgenutzt. 7 7 Baye,], de, Rapport sur une mission archéologique en Autriche-Hongrois. (Paris 1892) 11., fig. 2.; Boulanger, C., Le mobilier funéraire gallo-romain et franc en Picardie et en Artois. (Paris 1902—1905) fig. 65.; Thiry, G., Die Vogelfibeln der germanischen Völkerwanderungszeit. (Bonn 1939) Nr. 492.; Noll, R., Vom Altertum zum Mittelalter. (Wien 1974) 52, „C-21". 7 8 Thiry, G., a.a.O. 37. 7 9 Ebenda 29. 8 0 Hampel, /., a.a.O. II. 72., III. 59.; Bona, /., Acta Arch. Hung. 7(1956) 192., Taf. XLIII, 12.; Werner, ]., Die Langobarden in Pannonién. (München 1962) 152., Taf. 65. 8 1 Kiss, A., JPMÉ 14—15(1969—1970) 121., Taf. II, 7. 8 2 Ebenda 121. 8 3 Werner, ]., Katalog. . . 32—33., Nr. 129—130.

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