Folia archeologica 32.
Tibor Kemenczei: Az alsóberecki későbronzkori urnatemető
138 É. В. B ÓNIS kommen. 16 9 Es kann aber auch sein, daß der Knopf zu dem Gewand gehörte, von dem die Goldfädchenreste stammen. Auf Grund des vor achtzig Jahren ans Tageslicht gekommenen und durch einen Händler in das Nationalmuseum gelangten Grabfundes können wir keine sicheren Schlußfolgerungen ziehen. Wir sind jedoch überzeugt, daß die ausführliche Erörterung viele solche Daten bietet, die bei der Auswertung der übrigen, aus alten und neuen Ausgrabungen stammenden Wagenfunde brauchbar sein werden. Das Grab 1 von Kálóz scheint in sich noch kein „Wagen"-Grab zu sein. Da László Weiss auch ziemlich kleine Eisenfragmente eingebracht hat, suchen wir vergebens nach den wirklichen Wagenbestandteilen (Radreifen, Radabweiser, Buchsenringe usw.). Von dem auf den ersten Blick für einen Wagenbestand teil gehaltenen Griff mit dem Löwen (Nr. 12) stellte sich heraus, daß Stück ein Lampengriff war. Mehrere deformierte und als Wagenbestandteile betrachtete Eisengegenstände haben wir als Teile eines Klappstuhles (Nr. 16) identifiziert. Demnach dürften in Kálóz dennoch nicht zwei Wagen bestattet worden sein, sondern nur ein Wagen (der im Jahre 1930 gefundene) mit zwei Zugpferden darunter. 170 Die Annahme von Bona, daß das 1927 zum Vorschein gekommene Grab den „repräsentativen Toten" enthielt, kann damit ergänzt werden, daß auch in der Grabgrube des Jahres 1902 die Gebrauchsgegenstäde derselben Person waren. In dieser Hypothese bedeutet hingegen eine große Schwierigkeit, daß einzelne Gegenstände starke Brandspuren zeigen, der Klappstuhl ist sogar deformiert, indessen wir weder im Grab des „Haupttotens" (1927), noch im wirklichen Wagengrab von Gegenständen keine Spur haben, die auf einen Scheiterhaufen verweisen könnten. 17 1 Gerade bei der Erörterung des Grabes 1 ist es nicht unsere Aufgabe die Frage der „Waffen"-Gräber aufzuwerfen 17 2 — diese hat ja Bona eingehend besprochen —, sondern wir möchten nur bemerken, daß in den thrakischen kaiserzeitlichen Wagen- und Flügelgräbern, von denen wir so viele Parallelen angeführt haben, der Gebrauch der Waffenbeigabe ganz allgemein ist. 17 3 Betrachten wir die Zeitbestimmung der einzeln erörterten Beigaben (Gläser, Kanne, Griff der Griffschale, große Bronzeschüssel, Kelle-Siebgarnitur, große Lampe, Lampengriff mit Löwen und Laterne), so können wir die Bestattungszeit des Grabes 1 von Kálóz auf die erste Hälfte des 2. Jhs. setzen. 16 9 S. Anm. 21. 17 0 S. Anm. 10. Zu den realen Elementen, die unter den Wagendarstellungen der Grabsteine vorkommen, gehört die Szene des Steines 3b von Csákvár {Sági, К., a.a.O. 225., Taf. LXXXIX, 3.), wo der Reiter sich anschickt, ein Füllen abzustechen. Das ist kein Irrtum des Steinmetzen, sondern eine Vorbereitung zum Begräbnis: denken wir nur an den Füllenfund im Wagenensemble von Vajta ( F ülep, F., a.a.O. 51.). 17 1 Bona, I., Alba Regia 16(1978) 270. 17 2 Zu dieser Frage s. noch: Nierhaus, R., Römerzeitliche Bestattungssitten im nördlichen Gallien: Auchtochtones und Mittelmeerländisches. Helinium 9(1969) 3., 257—. 17 3 Im Hügelgrab von Karaagac ist ein Lampengriff mit Tierkopf. Zu einem Ensemble, bestehend aus Kanne, Griffschale und Bronzeschüssel mit Omegahenkel kommen noch eiserne Schwerter, Lanzenspitzen und ein spitzer Schildbuckel. I Yelkow, I., IAI 5(1928—29) Abb. 18—24.