Folia archeologica 32.

Tibor Kemenczei: Az alsóberecki későbronzkori urnatemető

136 É. В. B ÓNIS Der untere Teil des Striegels ist korrodiert und hat einen Dm von 3,7 cm, bei dem Aufsatz des Löffels 3,5 cm, die größte Breite des Löffels beträgt 6,4 cm, die Breite des anderen Löffelstückes 5,4 cm. Die Löffel waren wahrscheinlich von derselben Länge, ihre Gesamtlänge dürfte etwa 15 cm gewesen sein. Die Sitte der Grabbeigabe von Striegeln erwähnt schon Plinius, 15 7 und dies kommt tatsächlich in der antiken Welt überall, vor allem in Gräberfeldern vor. 158 In den typischen frühkaiserzeitlichen Gräbern, in den Gräberfeldern von Tessin wurden in mehreren Fällen in die Brandgräber des 1. Jhs. Bronze- oder Eisen­striegel beigelegt. 15 0 Sie erscheinen sowohl in den bulgarischen Hügelgräbern 160 als auch in den pannonischen Wagengräbern. 16 1 Verzierte pannonische Bronze­exemplare wurden zu Beginn des 3. Jhs. auch in einen Steinsarkophag von Inter­cisa beigelegt. 16 2 Striegel erhielten auch die belgischen 16 3 und englischen 164 Hügelgräber (Abb. 24). Das Exemplar von Kálóz ist groß und aus Eisen gefertigt, es dürfte nicht zu Reiniguns- oder sportlichen Zwecken gedient haben, sondern spielte beider Pferdepflege eine Rolle. Solche Exemplare erwähnt auch Fülep aus Bulgarien im Zusammenhang mit der Vorführung des Striegels von Vajta. 16 5 In überra­schender Weise wurden in der Grabgrube des Tumulus 1 von Heishoven (Belgien) neben dem Skelett einer in Glasurne beigesetzten jungen Frau zwei große Eisen­striegel gefunden (zweites Viertel des 2. Jhs.). 16 6 Vier Eisenstriegel waren in Grab 15 des Gräberfeldes von Wehringen (erstes Drittel des 2. Jhs). 16 7 18. hron^ering mit angerostetem Eisenklumpen (Abb. 21,5). Inv.-Nr.: 25.1902.63. Die Enden des unglieichmäßig gestreckten Ringes von rundem Querschnitt sind aufeinander gedreht. Auf die Drehung haftete sich ein großer Eisenklumpen an. Dem Anschein nach war dies auch schon ursprünglich darauf gehämmert. Es dürfte nicht zur Laterne gehört haben, da an dieser keine eiser­nen Bestandteile sind. L: mit dem Klumpen zusammen: 5,4 cm, Dm: 4,2 cm. 15 7 Vilnius, n. h. XXXVI. 27. 15 8 Miltner, H., Strigilis. RE VII. Hb. (Stuttgart 1931) 363—, 15 9 Simonett, Ch., a.a.O. Bronzestriegeln: Minusio Cadra Inh. Grab 31. (60—100 u. Z.); Muralto Liverpool unten, Inh. Grab 33. (1. Hälfte d. 1. Jhs.); Eisenstriegeln: Muralto Liver­pool unten Inh. Grab 44. (Mitte d. 1. Jhs.); Muralto Grabungsplatz Märki. Krem. Grab 10.; Minusio Cadra Inh. Grab 12. (70—100) ebd. Inh. Grab 28. (2. Hälfte d. 1. Jhs.); Minusio Cadra Krem. Grab 7. (größte Breite 4,5 cml). Die in Klammern angegebenen Datenbestim­mungen s.: Berger, L., a.a.O. 92. 16 0 Niko/ov, D., Trakijski kolecnici kraj Stara Zagora. Arheologia (Sofia) 3(1961): 3. 11., Abb. 4.; Fülep, F., a.a.O. 46., Anm. 49. 16 1 Ebd.; Bénis, É., FA 18(1968) 38—, 16 2 Ebd. 16 3 Renard, L., a.a.O. 186. Pl. D. Fig. 3.; Henaux, F., La tombe belgo-romaine de Borsu. Bull. Inst. Arch. Liégeois 37(1907) 329., Pl. IX. 16 4 Gage', J., a.a.O. Pl. XXXII. Fig. 3. 16 6 Fülep, F., a.a.O. 46. 16 6 Roosens, H. —Lux, G. V., a.a.O. 19., Fig. 12. 16 7 Kellner, H.-J., Zu den römischen Ringknaufschwertern und Dosenortbändern. JbRGZM 13(1966) 200., Taf. 16.

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