Folia archeologica 30.

Tibor Kemenczei: Új bronzsisak-lelet a Magyar Nemzeti Múzeum Őskori gyűjteményében

BRONZ ÉI IELMFUND 87 e) Am Ende der Periode Hallstatt A und in der Periode Hallstatt B, hat die Bronzeindustrie der Theißgegend und aus Transsilvanien glockenförmige Helme von sog. Hajdúböszörmény-Typ hergestellt. Dieser Typ gelangte durch die Ver­mittlung des Handels in weite Gebiete. 2 5 H. Hencken hat die Herkunft des einen Teiles der Helme der italischen Villanova-Kultur auf diesen Helmtyp zurück­geführt.'­6 Auf die Ähnlichkeit der mitteleuropäischen und mykenischen Helme haben schon mehrere Forscher hingewiesen. 2 7 Diese Handelsbeziehung bestand vor allem mit dem Volk der Urnenfelderkultur, während die in der östlichen Hälfte des Karpatenbeckens gelebten Volksgruppen (Lausitzer, Kyjatice-, Gáva-Kulturen), die ersten Helme aufgrund der von den Gebieten der Urnenfelderkultur hingelang­ten Muster gefertigt und ihre eigenen Helmformen ausgebildet haben. In der ersten Hälfte der Periode Hallstatt В ließ sich im ungarischen Alföld eine präskythische Bevölkerung östlichen Ursprunges nieder. 2 8 Die örtliche Bevöl­kerung, das Volk der Gáva-Kultur hat zu dieser Zeit die Mehrheit der Funde von Hajdúböszörmény - Rohod-Szentes-Typ verborgen. 2 9 Die Herstellung der meisten spätbronzezeitlichen Bronzezegegenstandstypen hörte damals auf. An ihrer Stelle wurde die Erzeugung von Metallgegenständen östlichen Ursprunges von sog. thrakisch-kimmerischen Typ begonnen, obwohl einige Bronzegegenstände frü­heren Typs in umgewandelter Form auch noch weiterhin hergestellt worden sind. Die Helme gehörten jedoch nicht zu diesen Gegenständen. Transsilvanien, die Obere Theißgegend und Transdanubien waren die Gebiete, wo aufgrund der früheren Überlieferungen die Tätigkeit der Bronzeschmieden fortgesetzt wurde. Die Anfänge der vom Hügelgrab von Csönge zum Vorschein gekommenen, aus Kisköszeg stammenden, auf die Frühhallstattzeit datierbaren Helme waren spätbronzezeitliche Formen. Im Laufe der ^Spätbronzezeit wurden Helme von verschiedenem Typ im Karpatenbecken also durch drei Metallkunstzentren hergestellt. Zu den ältesten gehörten die in den Werkstätten der Urnenfelderkultur gefertigen Stücke, sodann bildeten auch die Bronzeschmiede der Lausitzer und Gáva-Kultur ihre charak­teristischen Helmtypen aus. Die zwei mit Sternmustern verzierten Exemplare des Nationalmuseums gehören zu den ältesten Stücken und waren wahrscheinlich Erzeugnisse der Metallkunst der Lausitzer Kultur. 2 4 Patay, P., Acta Arch. Hung. 21(1969) 190-192.; Németh, I., Coiful de bronz de la Pis­colt Satu Mare. Studii si comunicari 17. (Sibiu 1972) 109., Abb. 2.; Aricescu, A., Depozitele de bronzuri din Dobrogea. SCIV 16(2975) 23-26. 2 6 Hencken , H., Tarquinia, Villanovans and early Etruscans. (Cambridge Mass. 1968) 497-501. 2 7 v.Merhart , G., Geschnürte Schienen. BRGK 37-38 (1956-57) 114.; Müller Kar ре, H., Zur spätbronzezeitlichen Bewaffnung mit Mitteleuropa und Griechenland. Germania 40(1962) 217.; Novotna, M., a. a. 0. 56.; Hencken, H., The earliest . . . 17-28.; Borcbhardt, J., a. a. 0. 141­142. 2 8 Gallus, S -Horváth, T., Un peuple cavalier préscythique en Hongrie. DissPann 11:9. (Budapest 1939).; Palek, E., Präskythische Gräberfelder in Ostungarn. In: Symposium zu Problemen der jüngeren Hallstattzeit in Mitteleuropa. (Bratislava 1976) 337-362. 2 9 Patay, P., Acta Arch. Hung. 21(1969) 167-216.; v. Brunn, W. A., a. a. 0. 292-294.; Miiller-Karpe, H., Die Vollgriffschwerter der Urnenfelderzeit aus Bayern. Münchner Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte 6. (München 1961). Taf. XL.

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