Folia archeologica 30.

Tibor Kemenczei: Új bronzsisak-lelet a Magyar Nemzeti Múzeum Őskori gyűjteményében

86 T. KEMENCZEI Helme, d.h. der von uns beschriebene Helm und das älteste Stück des National­museums, im Gebiet der Lausitzer Kultur der Slowakei hergestellt, gewesen sein konnte. Der Typus der in den Bronzefunden der Urnenfelderkultur des westlichen Karpatenbeckens vorhandenen Helmfragment kann nicht genau bestimmt werden. Diese Fragen ähneln jedoch den mit Sternmuster verzierten Helmen darin, daß ihre Seiten mit ringsumlaufenden Mustern verziert sind und an ihren Rändern sich Nitelöcher befinden. Ihre Chronologie läßt sich aufgrund der mit ihnen geme­insam zum Vorschein gekommenen Bronzegegenstände genau auf die Hallstatt Aj-Periode. d.h. auf die Herstellungszeit der Bronzegegenstandstypen von Kis­apáti-Lengyeli bzw. Kurd setzen. Es ist anzunehmen, daß die Bronzeindustrie der Lausitzer Kultur diesen Helmtypus von den großen Bronzewerkstätten Trans­danubiens übernommen und mit dem beliebten Motiv, mit dem Sternmuster verziert hat. Laut Bezeugung der transsilvanischen Funde gelangte dieser Helm­typus mit zahlreichen anderen westlichen Bronzegegenstandstypen zusammen 23 auch bis zu dem östlich von der Theiß gelebten Volk der Gáva-Reci-Medias-Kul­turen. Aufgrund der neueren Helmfunde haben die im Gebiet des Karpatenbeckens in der Spätbronzezeit gelebten Volksgruppen in den einzelnen spätbronzezeitlichen Perioden die folgenden Helmtypen hergestellt: a) von der mitteleuropäischen Urnenfelderkultur wurde die Herstellung des halbkugelförmigen Helmes mit Wangenklappe übernommen. Bislang ist in Nord­ungarn, in der im Gebiet der Kyjatice-Kultur gelegenen Ortschaft Mezőnyárád das Fragment eines solchen Helmes zum Vorschein gekommen. Gleichaltrig damit ist der aus dem Ägäikum, aus der spätmykenischen Epoche stammende, in dem auf das 11.Jh.v.u.Z. datierte Grab von Tiryns gefundene Helm von solchem Typus. 2 4 Im Gebiet der Kyjatice-Kultur blieb der halbkugelförmige Helmtyp laut Bezeugung des Fundes von Szikszó auch zur Zeit der Periode Hallstatt A,-^ in Mode. b ) Die Bronzeschmiede der in der heutigen Slowakei identifizierbaren Lausit­zer und der Kyjatice-Kultur haben auch aus dem mitteleuropäischen Typ umge­formte, kegelförmige Helme hergestellt Ihre Zeit sind die Perioden Hallstatt A, (Keresztéte) und Hallstatt A 2-B, (Lucky). c) Die Bronzewerkstätten in West- und Südtransdanubien sowie in Nord­kroatien haben halbkugelförmige, in ihren Seiten mit ringsumlaufenden Rippen verzierte, an den Rändern mit zur Befestigung des Lederfutters dienenden Nieten versehene Helme erzeugt. Aufgrund der Bronzefunde ist ihre Zeit die Periode Hallstatt Aj, d.h. der Funde von Typ Kisapáti-Lengyeltóti bzw. Kurd. d) Das Volk der Lausitzer Kultur der Slowakei hat diesen Helmtyp adaptiert, jedoch den oberen Teil mit dem von der Keramikkunst übernommenen plas­tischen Sternmuster verziert. Ihre Zeit wird - da sie einzelne Streufunde sind ­durch die Helmfunde bestimmt, die mit dem Stil des Volkes der Urnenfelderkultur übereinstimmen. 2 3 Kusu, M., Die Verbreitung der Bronzehortfunde in Transsilvanien vom Ende der Bron­zezeit bis in die mittlere Hallstattzeit. Dacia 7(1963) 177. 2 4 Hencken, H., a. a. 0. 23.; Borchhardt, ]., a. a. 0. 141.

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