Folia archeologica 27.
Tibor Kovács: Későbronzkori aranyleletek a Tisza-vidékről
62 T. KOVÁCS setzt man den Beginn ihrer Herstellungszeit auf die letzte Phase der mittleren Bronzezeit. 1 4 Ein jedes der letzterwähnten Stücke wurde aus Goldblech gefertigt und in der Mehrheit sind sie unverziert. Es steht außer Zweifel, daß die Vorform dieser die massiven Exemplare mit noppenartig zurückgebogenem Ende vertreten, trotz dessen, daß uns zu ihrer genauen Datierung nur sehr wenige authentische Angaben zur Verfügung stehen. Auf die in die II. Stufe von Monteoru eingereihten Haarringe (Verbicioara, Monteoru: Gräberfeld II., Grab Nr. 45, Gräberfeld IV, Grab Nr. 110) haben wir bereits weiter oben hingewiesen, 1 5 während aus dem Gebiete Ungarns die im Gräberfeld von Megyaszó gefundenen, aus Bronze gefertigten Exemplare als chronologische Stützpunkte anzusehen sind. Vor allem ist der Haarring schon laut Bezeugung der sonstigen Beigaben des Grabes sowie der chronologischen Lage des ganzen Gräberfeldes von Megyaszó vor der Koszider-Periode gefertigtworden bzw. in die Erde gelangt. 1 6 Leider kann man die Mehrheit der von anderen Fundorten bekannten Stücke nur als Streufunde betrachten. Dazu als Beispiele: das von O. Trogmayer mitgeteilte, aus dem einen Grab des Gräberfeldes von Szőreg С stammende, aus Bronze gefertigte Exemplar 1 7 bzw. die von A. Mozsolics aus Mezőberény und Szond (Sonta) 1 8 erörterten sowie die ähnlichen massiven Goldhaarringe, die im Ungarischen Nationalmuseum aufbewahrt werden. 1 9 Hier müssen wir auf jene, bereits von anderen berührte und durch viele Funde unterstützte Tatsache verweisen, daß während die in den früheren Phasen der Spätbronzezeit Ungarns bekannten ovalen, goldenen Haarringe mit aufeinander1 4 Mo Zsolics, A., Acta Arch.Hung. 9 (1958) 258-260. 1 5 Vgl. Anm. 10. 1( 1 Das eine Stück der vermutlich ein Paar bildenden beiden Haarringe hat F. Tompa in seiner zusammenfassenden Arbeit mitgeteilt (25 Jahre Urgeschichtsforschung in Ungarn 19121936. BRGK 24-25. 1934-35. 97., Taf. XLV. 18.) Aus den Eintragungen in das Inventarbuch kann nicht festgestellt werden, zu welchem Grab die Haarringe ursprünglich gehört haben (MNM. Inv.-Nr.: 5(1949. 41-42.). Die Belegung des Gräberfeldes von Megyaszó reicht nicht in die Koszider-Periode hinein, ist also der terminus ante quem, als die beiden Haarringe in die Erde gelangt sind, der Anfang der Koszider-Periode. - Zur Gebrauchszeit der massiven Haarringe mit noppenartig zurückgebogenem Ende bieten die im Gräberfeld fon Nesvady (Slowakei) gefundenen goldenen bzw. bronzenen Haarringe einen fixeren chronologischen Anhaltspunkt. Vgl. Dusek, M., Bronzezeitliche Gräberfelder in der Südwestslowakei. Arch.Slov. Cat. 4. (Bratislava 1969) 14., 21-22., 30-31., Abb. 1:6., Abb. 2:7-8, 11-12., Abb. 4:5-8). Verfasser datiert das in die Hurbanovo-Gruppe gehörende Gräberfeld in die Periode R BA, (S. 7). 1 7 Trogmayer , O., MFMÉ 1966-1967. 23. — Verfasser erwähnt noch ein ähnliches, im Móra Ferenc-Museum aufbewahrtes Stück (Anm. 35). l s Mo Zsolics, A., Goldfunde. . . 21., Taf. XVIII, 2-3. 1 3 Unter den mehr als 20 Stücken von unbekanntem Fundort stammenden massiven goldenen Haarringen mit noppenartig zurückgebogenem Ende gibt es auch ein solches Exemplar, dessen beide Enden noppenartig zurückgebogen sind (MNM.Inv.-Nr.: 70(1878). Älter als dieser Typ ist die Variante, bei der sich das Aufhängeglied kaum über den zurückgebogenen unteren Teil erhebt. In der Sammlung des Ungarischen Nationalmuseums kamen die hierher reihbaren goldenen Haarringe auf den folgenden Fundorten an die Oberfläche: Szelevény, 201(1874) vgl. Mo Zsolics, ^i., Goldfunde. . .20.); Dolyán, 132(1895. 2-3; Ószőny, 127) 1890. Vgl. noch: Kubinyi, F. AK 2 (1861) 102., Taf. II. 1.; Trogmayer, O., MFMÉ 1966-1967. 23., Anm. 37; Zabaria, E., а. а. O. 115., Abb. 4:6.; Dusek, M., а. а. О Abb. 2:11-12: vermutlich das späteste Vorkommen der Typenvariante.