Folia archeologica 27.

Tibor Kovács: Későbronzkori aranyleletek a Tisza-vidékről

SPÄTBRONZEZEITLICiiE GOLDFUNDE 59 Abb. 3. Goldene Haarringe. 1: Tiszafüred-Majoros; 2: Tiszafüred-Fertőihalom 3. ábra. Arany hajkarikák. 1: Tiszafüred-Majoros; 2: Tiszafüred-Fertőihalom rechter Linie verlaufende Linienbündel. Die Teile der länglichen Musterkombi­nation sind: eingeschlagene, aus „hörnchenförmigem" Muster bestehende Reihe, eingeritztes Linienpaar und in zwei Reihen aus eng nebeneinandergeschlagenen Punkten bestehendes Motiv. MNM.Inv.-Nr.: 43/1882. H: 2 cm, Gewicht: 1,99 g (Abb. 4:3). Fragment eines goldenen Haarringes. Den aus 0,4 mm dickem Blech geformten kahnförmigen Teil verzieren in der Mitte eine getriebene Punkreihe und an den beiden Rändern je 3 eingeritzte Linien. MNM.Inv.-Nr.: 68.24.172. H: 1,5 cm, Gewicht: 1,24 g (Abb. 4:4). Die Datierung der beiden Haarringe von Tiszafüred (Abb. 1:1; Abb. 2:1 ) läßt auf Grund der in den Gräbern als Beigefäße vorkommenden Näpfe kaum einen Zweifel bestehen. Beide Tassen (Abb. 1:2; Abb. 2:7) sind charakteristische Erzeugnisse der frühzeitigen Hügelgräberkultur des Karpatengebietes und so ergibt den terminus post quem, als die erörterten Haarringe erzeugt wurden bzw. in die Erde gelangten, die Zeit der Raumgewinnung der Hügelgräberkultur im Alföld. 0 Leider sind weder die beiden Henkeltassen, noch die übrigen Gegen­stände des mit „D" bezeichneten Grabes für die weitere Zeitbestimmung geeig­net. Deshalb müssen wir uns mit der Tatsache begnügen, daß die Haarringe tragenden Personen im ersten Abschnitt der Spätbronzezeit Ungarns (Ende des 14. Jhs v. u. Z. - 13. Jh. v. u. Z.) bestattet worden sind. 7 Die Form und Struktur der - von 0,2 g-Unterschied abgesehen - über ein gleiches Gewicht verfügenden, von unbekanntem Fundort stammenden beiden Harringe (Abb. 4:1-2) stimmen mit den Exemplaren von Tiszafüred fast völlig überein. Besonders auffallend ist, daß die Verzierung der Oberfläche aller vier Schmuckstücke aus einem nach ähnlichem Prinzip geordneten, aus eingeritzten G Kovács, T., Arch. Ért. 93(1966) 194. - Die ausführliche Wertung des spätbronzezeitlichen Gräberfeldes von Tiszafüred siehe Ders., Tumulus culture 40—49. ' Ders., Acta Arch.Hung. 27(1975) 297—317.

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