Folia archeologica 27.

Tibor Kovács: Későbronzkori aranyleletek a Tisza-vidékről

58 T. KOVÁCS Tis^afüred-Majoroshalom, Grab 282 Gestörtes Grab. Auf dem Unterkiefer sind Spuren einer Bronzepatina zu beobachten. Tiefe: 125 cm. Beigaben: 1. Goldener Haarring. Besteht aus drei kahnförmigen Teilen, die aus einem 0,8 mm dicken Blech gefertigt wurden. Die Oberfläche ist mit einem aus eingeritzten Linienbündeln und V-förmigen Mu­stern gebildeten Reihen verziert. Höhe: 1,3 cm, Gewicht: 1,81 g. (Abb. 1:1 ; Abb. 3: 1 ). 2. Henkeltasse. Der Mündungsrand erhöht sich gegenüber dem Henkel, die Schulter ist gegliedert, der Bauch von vier Buckeln verziert. Grau, intakt. H: 7,5 cm, Mdm: 6,5 cm, Bdm: 3 cm (Abb. 1: 2). Tis^afüred-Fertöihalom, Grab D (Abb. 2) Auf der linken Seite in starker Hockerlage liegendes, mittelmäßig erhalten gebliebenes ungestörtes Skelett. Orientierung: NO-SW 52°, Grabtiefe: 110 cm. Im Grab fanden wir Trachtbestandteile, so Haarringe in der Schädelregion (1—3), Teile einer Halskette in der Rippengegend (4-6) und als Beigefäß einen Napf (7). - 1. Mit Goldblech bedeckter bronzener Haarring. Der aus drei kahnförmigen Teilen bestehende Schmuck wurde aus einem Bronzeblech ausgebildet. Die Ober­fläche verzieren Reihen aus eingeritzten Linienbündeln, mit Profilmeißel einge­schlagene Muster und ein Punktkreismotiv. Der mit Mustern verzierte bronzene Haarring war mit Goldblech verziert, auf das man die Muster von neuem aufge­tragen hat. H : 2,2 cm (Abb. 2: 1 ; Abb. 3:2). 2-3. Bronzener Haarring. Aus dünnem Draht runden Querschnittes gebogen, in deformiertem Zustand. 4. Fayanceperle. (2 St., die eine ist zerbröckelt) Flache Kugelform. Durchm: 1 cm. 5. Schneckenperle (27 St.). Das breite Ende ist von einem dem Aufhängen dienenden Loch durch­gebrochen. Länge: 1,1-1,4 cm. 6. Bronzenes Spiralrohr. (5 St.) Aus Draht mit halb­kreisförmigem Durchschnitt gefertigt. L: 1-2,5 cm. 7. Henkeltasse. Die Mündungs­öffnung erhöht sich ein wenig gegenüber dem Henkel, den Bauch verzieren 5 kleine Buckel. Grau, intakt. H: 10,4 cm, Mdm: 9 cm, Bdm: 6,2 cm. Gegenstände unbekannten Fundortes : Aus kahnförmigen Teilen bestehender goldener Haarring. Die drei, sich aneinander schließenden kahnförmigen Teile wurden aus einem Blech ausgeschnitten und nach der Einritzung der Verzierung geformt. Die Struktur und die Musterele­mente der Verzierung sind an allen drei Teilen die gleichen. In dem von allen Seiten her mit eingeritzten Linienbündeln begrenzten Feld wechseln sich schräge Linienbündel und aus mit U-förmigem Meißel eingeschlagenen Mustern gebildete Reihen. An den sich zuspitzenden Teilen des ovalen Feldes sind je 3 Punktkreis­motive zu finden. Ungarisches Nationalmuseum (MNM), Inv.-Nr.: 64.4.2. H: 2,7 cm, Gewicht: 9,77 g (Abb. 4:1a-1b; Abb. 5). Aus kahnförmigen Feilen bestehender goldener Haarring. Die Herstellungstechnik und die Verzierung sind mit dem vorhergehenden gleich. Wahrscheinlich bildeten die beiden Stücke ein Paar. MNM.Inv.-Nr.: 64.4.16. H: 2,7 cm, Gewicht: 9,97 g (Abb. 4:2; Abb. 5). Fragment eines goldenen Haarringes. Der eine kahnförmige Teil des aus einem 0,9 mm dicken Blech geformten Haarringes. Die Verzierung begrenzten in waage-

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