Folia archeologica 21.

Sándor Soproni: Römische Meilensteine aus Százhalombatta

IOO S. SOPRONI Abb. 4. Die Inschrift ist im wesentlichen der vorangehenden gleich, bloß ist hier auch der Sohn des Kaisers erwähnt. An beiden Mei­lensteinen ist die Entfernungsangabe die gleiche: MP XXIII. Auch ihre Errichtungs­zeit ist im großen und ganzen dieselbe, der zweite Stein dürfte ebenfalls, etwas später als der erste, im Jahre 244 gestellt worden sein. Vom Kaiser Philippus sind uns aus dem Wegabschnitt zwischen Aquincum-Mursa mit unseren Steinen zusammen insgesamt 10 Mei­lensteine bekannt. 1 9 Auf drei Steinen wird er nur allein, 2 0 auf sechs Steinen hingegen mit seinem Sohne zusammen erwähnt, 2 1 während von einem nur fragmentarisch auf uns ge­bliebenen Steine nicht genau festgestellt wer­den kann, ob auch der Sohn des Kaisers in der Inschrift vorgekommen ist. 2 2 Unter den Meilensteinen des Philippus finden wir auch an anderen Orten Beispiele dafür, daß von ein und demselben Platz auch zwei Denk­mäler bekannt sind. So begegnen wir gerade bei dem Meilenstein VIII zwischen Aquincum und Mursa einem ähnlichen Fall, wo von zwei Meilensteinen derselben Numerierung auf dem einen bloß der Vater, während auf dem anderen der Kaiser mit seinem Sohne zusammen vorkommt. 2 3 Eine ähn­liche Erscheinung ist auch an den beiden, beim Wachtturm von Neszmély gefundenen Meilensteinen zu verzeichnen. 2 4 J. Fitz erklärt diese Erscheinung mit den sog. 1 3 Fitz J., Arch. Ért. 1956. 199.; В. Vágó E., a. a. O. - Die Inschrift CIL III 10619 können wir nicht als die eines Meilensteines betrachten. 2 0 CIL III 3717.; Fitz ]., Arch. Ért. 1955. 74., sowie unser Meilenstein Nr. 2. 2 1 CIL III 3718, 10627, 10640.; Paulovics I., Arch. Ért. 76 (1949) 56.; В. Vágó E., а. а. О. und unser Mei­lenstein Nr. 3. 2 2 CIL III 10620. 2 3 CIL III 3717, 3718. 2 4 CIL III 4626, 4627 = 11334. Vgl. noch Sz­Peez У K.—Sz. Czeglédyl., Arch. Ért. 89 (1962) 192.

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