Folia archeologica 21.

Sándor Soproni: Römische Meilensteine aus Százhalombatta

römische meilensteine 11 i 11 i Abb. 5. „Straßenausbesserungsknotenpunkten" bzw. mit dem streckenweise durchge­führten Straßenbau. 2 5 Mag die Erklärung aber auch so gefällig sein, scheint sie dennoch stark problematisch. Bei einem streckenweise erfolgten Straßenbau hätte man seiner Annahme nach die zwei Endpunkte der ausgebesserten Strecke bezeichnet. Ist diese Annahme so auszulegen, daß man an jedem Ende der Strecke je einen Stein gelegt hätte, so würden die doppelten Meilensteine beim Bau einer längeren zusammenhängenden Strecke häufig gewesen sein. Wurde aber bloß an einem Ende der Strecke, also zu jeder Strecke je ein Meilenstein gelegt, so wäre es zu keiner doppelten Meilensteinerrichtung gekommen. Der Straßen­ausbesserungsknotenpunkt begründet es nicht, daß an ein und demselben Platz zwei Meilensteine ein und desselben Kaisers gesetzt werden sollen, sondern nur, daß je e i n Meilenstein von mehreren Kaisern errichtet worden wäre. Aus Pannonién sind uns außer den doppelten Meilensteinen des Kaisers Philippus von derselben Stelle zwei Meilensteine mit derselben Numerierung nur noch von Maximinus und Alexander Severus bekannt. Im Falle des Kaisers Maxi­minus liegen die Dinge ebenso wie bei Philippus: auf dem zweiten Stein ist neben dem Kaiser auch sein Sohn auf der Inschrift angeführt. 2 6 Problematisch 2 5 Fitz ]•> Arch. Ért. 1956. 202. bzw. 204. 2 6 CIL III I4354 4­5. - Obwohl die beiden Meilensteine von Valerianus und Valerianus caesar (CIL III 4652, 4653) von derselben Stelle herstammen (A VIND MP IUI), kommt der jüngeren Valerianus caesar auf dem zweiten Stein allein vor.

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