Folia archeologica 17.
László Vértes: Zur Technologie grobgerätiger Silexfunde in Nordungarn
26 L. VÉRTES mung auf, während in den anderen zwei Fällen (Länge und Länge/Breite) die Verbindung eben nur innerhalb der Toleranzgrenze liegt. Ein anderer wichtiger Parameter ist der Schlagwinkel, dessen Untersuchung die Herstellungstechnologie der Grundform der Werkzeuge ausmachenden Spaltstücke beleuchtet. Für die zu demselben Kreis Silexindustrien ist er allgemeingültiger, als die bisher behandelten Parameter. Ravaszlyuktetö, Mes. Arka, Neol. Arka, Neol. Avas, Mes. Ravaszlyuktetö, Mes. Avas, Mes. : t = 0,05039 (f = 44) ; P > 90 % :t = 0,552 (f = 3i);P^6o% : t = 0,698 (f = 49) ; P ~ 50 % Alle drei Kombinationen weisen ein hochgradiges Entsprechen auf, was so viel bedeutet, daß die Spalttechnik-Technologie bei allen drei hier untersuchten Funden dieselbe war. Schließlich soll die Bifazialität in Vierfeldertafeln untersucht werden (auch in diesem Falle bringen wir nur die Ergebnisse). Arka, Neol. (3-62 — 5 • 83)" • 15 3 0 „, : /f T. = =1,219 ; P = 28,17 % Ravaszlyuktetö, Mes. 1 J 86-67-8-145 Arka, Neol. , (3-66 — 22-8з) 2-174 : yf T. = = 25,00 ; P 0,01 % Avas, Mes.: [I ] 86-88.25.149 Ravaszlyuktetö, Mes. (5 • 66 — 22 • 62)' 2 • 155 : yf T l = = 8,12 ; P = 0,421 % Avas, Mes. [I ] 67-88-27-128 In Hinsicht der Bifazialität besteht nur zwischen den Materialien aus Arka und Ravaszlyuktetö ein Kontakt; das Verhältnis Ravaszlyuktetö!Avas liegt eben an der Grenze der Toleranz ; während Arka/Avas in dieser Beziehung signifikant voneinander abweichen. Es wurde im Obigen eine breit angelegte Serie von Versuchen vorgenommen unter Benützung mehrerer verschiedener Parameter, bei denen wir auf Widersprüche stießen. Besser gesagt, es wurde im Laufe der Untersuchungen klar, daß der nachweisbare Verwandschaftsgrad zwischen den untersuchten drei Industrien sich je Parameter auf andere Weise offenbart. Es besteht dennoch die Möglichkeit, solche Berechnungen auszuführen, mit denen man dank der additiven Eigenscahft der Chiquadrat-Test-Werte, die bisher erhaltenen Werte summieren und je untersuchte Einheit darstellen kann. Bevor wir diese aber anwenden, wollen wir einen kleinen Abstecher machen und folgendes untersuchen: 2.3. Bei den bisherigen Untersuchungen fiel es auf, daß die für das Streufundmaterial vom Ravaszlyuktetö erhaltenen Werte oft nahe bei den für das Mesolithikum vom Avas erhaltenen liegen. Es wäre deshalb nicht uninteressant in Erfahrung bringen zu können, wie groß diese Übereinstimmung ist, d. h. ob sie wohl das Ausmaß der Verbindungen Streufund/Ravaszlyuktetö, Mes. bzw. Streufund//lr&a, Neol erreicht?