Folia archeologica 17.

László Vértes: Zur Technologie grobgerätiger Silexfunde in Nordungarn

ZUR TECHNOLOGIE GROB GERÄTIGER SILEXFUNDE 27 Wir wollen deshalb die im Obigen untersuchten Parameter auch für diese Frage der Reihe nach analysieren, vor allem die Werkzeugtypenverteilung: TABELLE 8 \ Typen­Fund- \ gruppe ort \ I 2 3 4 5 6 7 Insge­samt Ravaszlyuktetö, Streufund 30 (32,3) 0,16 14 (10,8) o,99 10 (10,29) 0,0 17 (13,88) o,7 6 (7,2) 0,2 (2,57) 0,12 10 (11,82) 0,28 89 Avas, Mesolithikum 33 (3°,7) 0,17 7 (10,7) o,99 10 (9,70 0,0 10 (13,12) 0,70 8 (6,8) 0,23 3 (2,43) 0,13 13 (XÏ,78) 0,28 84 Insgesamt 63 21 20 37 14 5 23 173 Xf 6 ] = 4,95 5 P = 55>3%з zwischen den zwei Gruppen besteht also eine weitgehende Übereinstimmung. Länge: t - 0,6845 (f I 25); P ^ 5°% Länge/Breite: t - 2,2007 (f = I 25) J P = 4,°4% Retuschenwinkel: t 0,233 (f = 72) ; P ^ 80% . Schlagwinkel: t = 1,703 (f = 37) ; P = 9,7% Bifazialität : x\ 1 } = 2,443; P 13,33% Man kann feststellen, daß unsere Bemerkung berechtigt war: die vergli­chenen Werte für die zwei untersuchten Gruppen weichen in keinem Para­meter signifikant voneinander ab ; im Falle der Typologie und der Werkzeug­längen übertrifft der Wert der Übereinstimmung sogar jene Werte, die bei dem Vergleich mit den anderen zwei Gruppen gewonnen wurden. Das bedeutet — in die Ausdrucksweise der Archäologie übertragen —, daß man zu folgen­dem Schluß kommt: Der Fundort Avas liefert das repräsentative Fundmaterial (die Streufunde vom Avas-Rtrg sind nicht berücksichtigt). Das vom Ravasz­lyuktetö stammende Streufundmaterial weist mit dem vom Avas weitgehende Übereinstimmung auf. Bezüglich dieses Materials haben wir im Vorangehenden bereits festgestellt, daß es dem Mesolithikum vom Ravaszlyuktetö bedeutend näher steht als dem Neolithikum. Inzwischen ist aber auch klar geworden, daß zwischen dem Mesolithikum vom Ravaszlyuktetö und dem Neolithikum von Arka ebenfalls nahe Kontakte bestehen. Diese Feststellung bereichert, unsere Bemerkungen über das Streufundmaterial wiederum mit jener Folgerung, daß — sofern dieses von den in vielen Parametern einander entsprechenden Mesolithfunden vom Ravaszlyuktetö bzw. Neolithfunden von Arka mit den ersteren eine entschiedenere Verbindung aufweist — offensichtlich ein noch größerer Teil dieses Streufundmaterials (vielleicht das meiste) dem Mesoli­thikum angehört. Da dieser Streufund sich als dem Mesolithikum vom Avas ebenfalls auffallend nahestehend erwies, darf man als Schlußfolgerung aussagen, daß das komplette Fundmaterial der mesolithischen Station vom Avas zugleich auch das komplette Fundmaterial des — infolge Mißgeschicken bei der Ausgra­bung nur unzulänglich gesammelten — mesolithischen Materials vom Ravasz­lyuktetö repräsentiert.

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