Folia archeologica 12.

Zs. Csalog: Fragment eines Bronzezeitlichen Korbes aus Tószeg

24 Zs. Csalog ner Korb, ein auf einen Reifen geflochtener halb­runder Korb, oder ein spitzauslaufendes, der Form einer Reuse ähn­liches Korbgeflecht ge­wesen ist. Eines nur kön­nen wir als sicher anneh­men, dass nämlich unser Geflechtstück zu einem Korb und nicht zu einem als Bauelement verwendeten "Zaun gehört hat. Unsere Annahme stützt sich dabei nicht nur auf die Feinheit des Flechtwerks, sondern auch auf den Um­stand, dass die der Länge nach angeordneten Gestellstaken kaum dicker sind, als die Querruten (6-7 mm — 2,5-6 mm). Dies wäre ganz und gar undenk­bar, hatten die Staken in die Erde geschlagene Pfähle gebildet. Was die Funk­tion des Korbes anbelangt, so lieferten auch die Fundumstände ein brauchbares Datenmaterial. Das Grabungsjournal, sowie der Leiter der Ausgrabungen, József Csalog und die gleichfalls anwesenden Amália Mozsolics und Pál Patay erklärten übereinstimmend, 4 dass die Geflechtsreste zwischen Haus­mauertrümmern, über verkohlten Getreidekörnern liegend, gefunden wur­den. Auf dem Fussboden des Hauses lagen auf einer grösseren Fläche zerstreut die dem verbrannten und zerfallenden Korb entfallenen, verkohlten Getrei­dekörner. Auch auf der Photographie des Querschnittes (Abb. 5a-b) ist eine Schicht von verkohlten Getreidekörnern gut zu unterscheiden. Demnach dürfte der Korb hinsichtlich seiner Bestimmung ein mit einem Verputz ver­sehener Behälter gewesen sein, der zur Aufspeicherung von Getreide diente. Körben von ähnlicher Bestimmung konnte man noch in der jüngsten Vergan­genheit beinahe überall in der grossen ungarischen Tiefebene begegnen. Das Geflecht lag zu­sammen mit den Trüm­mern des Hauses, zu dessen Einrichtung es gehört hat, in einer Tiefe von 361 cm, in der „O" Schicht des Ausgrabungs­gebietes von 1948 bei Tószeg-Laposhalom. Aus derselben Schicht kamen noch Keramiken vom Typus von Nagyrév und Hatvan zutage, ferner solche, die eine Ver­schmelzung beider Typen darstellten. Unmittelbar Abb. 6. 4 Mündliche Mitteilungen. Abb. 7.

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