Folia archeologica 12.

Zs. Csalog: Fragment eines Bronzezeitlichen Korbes aus Tószeg

Fragment eines bron^e^eitUcben Korbes ans Tószeg 23 unseres Fundes von Tószeg. Bei den Fischern an der Theiss, die die archaische­sten Verfahren und Kunstgriffe der Flechttechnik bewahrt haben, ist auch heute noch in weitem Kreis dieselbe Art des Flechtens verbreitet, doch be­gegnete ich diesem Verfahr beinahe überall in der grossen ungarischen Tief­ebene und sowohl im Süden als auch im Westen Transdanubiens, im allgemei­nen überall dort, wo die Technik der Korbflechtindustrie die originellen, beim Abb. 5a Volk üblichen Verfahren noch nicht völlig verwischt hat. Gemäss den Mit­teilungen meiner Informatoren kann sowohl die Verdoppelung der Gestell­staken, als das paarweis gewundene „sich ringelnde" Einflechten des Schuss­fadens damit erklärt werden, dass das durch dieses Verfahren hergestellte Flechtwerk viel stärker ist, als die heute üblichere „Leinwandbildung". Mit Hilfe des erhalten gebliebenen Geflechtstückes konnten wir also Einsicht gewinnen in die Flechttechnik des ehemaligen Geflechtes. Leider sind aber die Masse des Fragmentes allzu klein, um mit Hilfe seiner Angaben auch die Form des Geflechts rekonstruieren zu können. Wohl ist es möglich, den von den Staken miteinander eingeschlossenen Winkel und die Deviation des Geflechts von der Ebene zu messen, nichts verbürgt jedoch, dass man auf diese Weise verlässliche Angaben hinsichtlich der ursprünglichen Form des Korbes erhält und nicht solche, die sich auf die während oder nach der Ver­brennung erfolgte Deformation beziehen. Somit wissen wir nicht, ob unser Korb ein auf einen runden Boden geflochtener mit Randeinfassung versehe­Abb. 5b

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