Folia archeologica 11.
Á. Salamon: Sarmatische Funde in Ócsa
84 A. Salamon 2) Der Torques mit hackenförmigen, umschlungenen Enden (Typ I) ist in die Silberfibel mit umgeschlagenem Fuß und oberer Sehne eingehängt. (Taf. VI. 10.) Bei solchen Torques wird manchmal nur der eine Draht gewunden, manchmal aber sind sie aus gewundenem Doppeldraht verfertigt, 2 9 doch gibt es auch solche, die aus Draht mit flachem, 3 0 bzw. viereckigem 3 1 Querschnitt hergestellt sind. Sie sind aus Bronze oder aus Silber. Es scheint, daß die Tracht der Torques nicht nur mit Perlenschnüren, sondern auch mit Fibeln zusammenhing, wie das auch unser Exemplar zeigt. Die Torques selbst sind unverziert, doch kann auch vorkommen, daß sie in der Mitte mit Draht umwunden 3 2 oder mit umgeschlagenem Blech aus dem eigenen Material verziert sind. 3 3 Dieser Typus kann fast ausschließlich mit dem Kreis des Torques von Kiszombor-Ernőháza in Verbindung gebracht werden, 34 während er mit Torques mit Öse und Hacken zusammen 3 5 nur an einigen Fundorten, z. B. im Gräberfeld von Szentes-Sárgapart 3 6 erscheint. 3) Große, umwickelte Ohrringe mit Karneolperlen sind im sarmatischen Material bisher Seltenheiten; es schien, daß diese Funde auf die Zeit um 350 zu datieren sind. (Taf. VII. 1.) Eben deshalb muß es interessant sein, daß wir ein solches Stück in unserem Grab 4 finden, wo die übrigen Beigaben eine so späte Datierung nicht unterstützen. Hier erscheint dieser Ohrring mit einem Armreifen aus Bronzeblech mit verdickten Enden und mit einem Beilanhänger zusammen. Ähnliche Armringe sehen wir in Grab 20 in SzentesZalota, 3 7 Grab 16 in Deszk-Üjmajor 3 8 und Grab 23 im Gräberfeld В von Klárafalva; 3 9 in letzterem erscheint er mit Torques mit hackenförmigen, umgeschlagenen Enden zusammen. Dieser aus Bronzeblech hergestellte Typus der Armspangen erscheint mit solchen aus Bronzedraht mit verdickten Enden und Eisenarmringen mit zugespitzten Enden zusammen, doch weitaus seltener, als letztere. 4 0. Párduc^ datiert den Typus der Ohrringe mit Karneolen auf den Torques des Zsámboker Fundes gestützt (Typ II) auf die 50ger Jahre des vierten 2 9 Párducz AI, Arch. Ért. 78 (1951) 25 zählt in Anm. 28 die Torques der Gruppe I. auf. Die Aufzählung können wir mit folgenden Exemplaren ergänzen: Bátmonostor, Ders., Sarmatenzeit III. Taf. CXIV. 4.; Csongrád—Sövényháza, Ders., а. а. О. Taf. XXVII. 3.; Dunaharaszti Grab 29, Ders., а. а. О. Taf. LXXXVII. 6.; Kecskemét-Orgovány, Szabó К., а. а. О. Taf. III. 9.; Szeged-Öthalom Grab 19 und 21, Varázséji G., a. a. О. 326.; Szeged-Bogárzó, Párducz M., a. a. О. 172. 3 0 Dunaharaszti Grab 29, Párducz M., Sarmatenzeit III. Taf. LXXXVII. 6. 3 1 Bátmonostor, Ders., a. a. O. Taf. CXIV. 4. 3 2 Ders., a. a. O. Taf. CXIV. 4. 3 3 Kiszombor B, 73. Szentes-Sárgapart, Grab 6 und 36, Párducz M., Sarmatenzeit III. Taf. XXXVII. 9., Taf. VI. 2., Taf. XXII. 4. 3 4 Ders., a. a. O. 243. 3 5 Ders., a. a. O. 240, 243. 3 6 Szentes-Sárgapart, Grab 16, 35. Ders., a. a. O. Taf. III. 9., Taf. XXIII. 7. Der Verfasser stellt auch hier die Frage der Chronologie hinsichtlich der zwei Typen. Arch. Ért. 78 (1951) 25 bringt das Erscheinen des Typus I mit dem Volk der Hügelbestattungen in Verbindung. 3' Csallány G., Arch. Ért. 26 (1906) 54. 3 8 Párducz Ai., FA 5 (1945) 75. Taf. VII. 17 -27. 3 9 Ders., Sarmatenzeit III. Taf. LII. 1—2. 4 0 Ders., Arch. Ért. 78 (1951) 24.