Folia archeologica 11.
Á. Salamon: Sarmatische Funde in Ócsa
Sarmatische F wide in Öcsa 83 doch gibt es auch solche, die mit Punkt-Kreis-Motiv 1 6 oder mit Tremolierstrich verziert sind. 1 7 Diese Verzierungsart, die auch im römischen Material erscheint, 1 8 treffen wir auch auf sarmatischen Armreifen aus Bronzeblech an. 16 Östlich der Theiß erscheinen die Beilanhänger im allgemeinen in südnördlich orientierten Gräbern; im Gebiet zwischen Donau und Theiß kennen wir außer den zwei Exemplaren aus Öcsa keine anderen Beilanhänger. Wir haben zwei Funde, die eine sichere Datierung ermöglichen: erstens ErnőházaKollinger, wo sie in Grab 4 mit Münzen des Probus erschienen, 2 0und zweitens der Schatzfund von Rékás, 2 1 dessen Münzen aus der Zeit zwischen Elagabal und Decius stammen. Wenn wir außerhalb des sarmatischen Gebietes Analogien zu diesen Anhängern suchen, kommen in erster Linie die drei Exemplare aus Grab 43 des Gräberfeldes von Marosszentanna in Frage; sie wurden auf Ringen mit hackenförmigen, einander umschlingenden Enden, um den Hals gefunden. 2 2 Zwei Stücke aus dem Schatz von Rábapordány waren ähnlich verziert, wie die aus Rékás; drei andere, die auf einem Goldreifen hängen, enden in einem Schwalbenschwanz (Zikade?) und sind mit Punzierung verziert. 2 3 Während man das Gräberfeld von Marosszentanna für einen Nachlaß der Westgoten hält, wird der Schatz von Rábapordány dem Kreis der östlichen Germanen zugewiesen. 2 4 Ähnliche Exemplare kennen wir auch aus südrussischem Material. 2 5 Beilanhhäger kommen auch im 5. Jh. in einem Material ostgermanischen Charakters vor. 2 6 Ein anderes, sehr interessantes Stück unseres Streufundmaterials schließt sich ebenfalls diesem Kreis an: nämlich der rhombenförmige Anhänger auf einem Reifen mit hackenförmigen, einander umschlingenden Enden. (Taf. VI. 1—2.) Obwohl wir bisher kein analoges Stück kennen, bietet sich im Kreis der oben erwähnten Funde dennoch ein Vergleich. In Grab 63 des Gräberfeldes von Marosszentanna besteht ein Halsschmuck aus elf einfachen, rhombenförmigen Plättchen. 2 7 Ähnliche Anhänger sind uns auch aus spätrömischem Material (Fenékpuszta, Felcsut) bekannt. 2 8 1 6 Taf. VI. 8. Ócsa. Grab 4, s. S. 78. 1 7 Rékás, Г. G., Arch. Ért. 12 (1892) 191.; Rábapordány, Alföldi Л., а. а. О. Taf. X. 1 8 Z. В. Pekáry Т., Arch. Ért. 82 (1955) 22. Abb. 2, 8. 1; doch erscheint diese Verzierung oft auch auf dem Bügel der Fibeln und auf der Kopfplatte der Kniefibeln. 1 9 Klárafalva В, Grab 23, 40. Párduc z M., Sarmatenzeit III. Taf. LII. 1—2., Taf. LUI. 20—21.; Klárafalva-Községháza Grab 1, Vers., Arch. Ért. 78 (1951) 24.; Szeged-Öthalcm in Grab 11 mit Punkt-Kreis-Motiv zusammen, Varázséji G., a. a. О. 326.; Kecskemét-Méntelep Grab 2, S^abo К., FA 1—2 (1939) 100. Taf. I. 5, 6, 6a. 2 0 Párducz M., Arch. Ért. 1940. 262. 2 1 Г. G., a. a. O.; Alföldi A., EPhK 54—55 (1930—31) 169.; Párducz M., Sarmatenzeit III. 162. 2 2 Kovács I., a. a. О. Abb. 56. 2 8 Alföldi A., Funde aus der Hunnenzeit. . . Taf. XI. 2 4 Ders., а. а. O. 37.; Kovrig I., Arch. Ért. 78 (1951) 116. 2 5 Posta В., Régészeti tanulmányok az orosz földön. III. (Archäologische Studien auf russischem Boden) (Bp. 1905) 512. Abb. 285, 22—23. 2 8 Bökénymindszent, Натре/ J., Alterthümer des frühen Mittelalters in Ungarn III. (Braunschweig 1905) Taf. LXL; Mád, Kovrig I., а. а. O. 116. Taf. XLV. 3. 2 7 Kovács J., а. а. О. 312. Abb. 85. 2 8 Pekáry Г., а. а. О. 24. Abb. 4, 24. 3. (Fenékpuszta) Grab 24.; Натре/ J., Arch. Ért. 1 (1881) 143 (Felcsut). 6