Folia archeologica 11.
Temesváry Ferenc: Egy magyar puskaműves család élete és működése
Leben und Tätigkeit einer ung. Biicbsenmacherfamilie 225 A század közepén ez a rendszer használatban van már a gvúszeges pisztolyoknál is. A Kirner család fegyverhagyatékának teljes elemzéséhez szükséges lesz még felderíteni forgópisztoly remekeiket ugyanúgy, mint az idősebb Kirner József találmányainak lényegét. Nem nélkülözhetjük Kirner György kovás fegyvereit sem, ha az egész levéltári anyagot feldolgozva egységesebb képet akarunk kapni a XIX. század Európa-szerte ismert és megbecsült magyar puskaműves családjáról. T EM ES V A R Y FERENC LEBEN UND TÄTIGKEIT EINER UNGARISCHEN В Ü С H S E N M A С H E R F A M I L I E In der Waffensammlung des Ungarischen Nationalmuseums befinden sich eine grosse Anzahl Meisterstücke ungarischer Büchsenmacher. Leider ist bis heute noch kein Versuch gemacht worden, um eine Sammlung der Biographien ungarischer Büchsenmeister zusammenzustellen. Die diesbezüglichen ausländischen Werke sind zwar für den ungarischen Historiker der Waffenkunde ungemein wertvoll, enthalten indessen nur spärliche Daten über die ungarischen Meister. Von diesen Meisterwerken der ungarischen Büchsenmacher unterziehen wir bei dieser Gelegenheit nur jene Stücke einer näheren Prüfung, die mit dem Namen der Familie Kirner verknüpft sind. Während des ganzen XIX. Jahrhunderts nahm die Familie Kirner die führende Rolle in der ungarischen Waffenindustrie ein. Kirner-Waffen bieten uns bereits die Möglichkeit, einen kurzen Überblick über die Tätigkeit der Familie Kirner zugeben. Es versteht sich von selbst, dass unsere Forschung in diesem Gebiet noch nicht abgeschlossen ist, konnten wir doch bisher das Archivmaterial nur zum Teil durchsehen. Wir wissen, dass die Familie Kirner an Weltausstellungen teilgenommen, Verhandlungen mit Waffenfabrikanten, geführt, sich über Waffen „neueren Typs" geäussert hat. So bedeuteten die ungarische Jagdbüchsenindustrie und die Familie Kirner im Ausland ein und dasselbe. Der Gründer der Firma Georg Kirner war im Jahr 1809 aus Wien nach Ungarn gekommen. Anfangs arbeitete er in Buda, später, im Jahre 1827, übersiedelte er nach Pest. Im selben Jahr sprach er seinen Sohn frei, den er im Jahre 1832 zum Geschäftspartner nahm. In Anbetracht der Probleme, denen man bei den Waffenuntersuchungen begegnet, sind diese Daten ungemein wichtig. Aus den auf den Waffen befindlichen Aufschriften ist zu sehen, dass die Familie oft ihre Wohnung wechselte. Mit der Gründung der Gesellschaftsfirma war die erste grosse Epoche abgeschlossen. Bis dahin findet man auf den Büchsen dreierlei Aufschriften. Die erste lautet; „Kirner in Ofen", ihre Entstehungszeit ist in die Jahre zwischen 1818 und 1827 zu setzen, die zweite: „Kirner A Pest" findet sich auf Büchsen, die zwischen IÏ Folia Archacologica