Folia archeologica 10.

A. Cs. Sós. Das frühawarenzeitliche Gräberfeld von Oroszlány

114 A. Cs. Sós (auf der äusseren Seite der Attaschen befindet sich ebenso eine Patina, die auf eine Berührung mit Metall hinweist) unmittelbar an der Mündung angenagelt war, mit seinem wellenförmig ausgeschnittenen Rand dem Boden zu. Die Reste des oberen Reifes ergehen einen Kreis von 7 cm Durchmesser, dieses Mass entspricht dem Bügel. Andere Holzreste gehören zu dem unteren Teil des Eimers. Aus dem auf ihnen befindlichen Patinaspuren kann man entnehmen, dass der unterste Reif ein 1 cm breites, unverziertes Band war, dessen Reste zum Teil an der Seite des linken Fussristes, zum Teil im Inneren des Eimers im untersten Teil des Grabes lagen. Der Eimer selbst fiel wahrscheinlich nach dem Verfaulen der Holzteile zusammen. Eine Patinaspur auf dem Dauben­rest 2,5 cm über dem Boden des Eimers zeigt, dass hier auch ein verzierter Reifen gesessen hat und zwar mit seinem wellenförmig ausgeschnittenen Rand nach oben. Die Durchmesser der Reifen ergaben höchstens kleine Milli­meterdifferenzen, der Eimer müsste also zylindrisch sein. Die durchschnitt­liche Breite der Dauben kann man auf 2,3 cm schätzen. Bei der Höhe des Ei­mers können wir uns nur auf die Beobachtungen der Ausgrabung stützen, müssen aber hinzufügen, dass die Messungen einmal durch den Erhaltungs­zustand des Eimers und andererseits durch die auf den Resten haftende Erde beeinflusst waren. Deshalb haben wir bei der Rekonstruktion die in situ festgestellte Höhe vermindert. Wir haben das Verhältnis zum Durchmesser der besser beobachteten Eimerfunde der übrigen Gräber von Oroszlány zu­grunde gelegt und die Höhe 8 cm geschätzt. Die Eimer aus den Gräbern 6 und 7 sind weniger verziert. Von ihnem war der aus dem Grab 7 für die Rekonstruktion besser geeignet (Abb. 18). Alle drei Reifen waren Bronzebände, ohne Verzierung, Breite: 0,8—1 cm. Durchmesser des oberen Bandes: 9 cm, des mittleren: 9,2 cm, des unteren ungefähr 9,5 cm (es hat sich ein wenig verzogen). Höhe nach Messung in situ 11,5 cm. Untere Breite der Dauben 4 cm. Der untere Reifen sitzt 0,5 cm über dem unteren Ende der Dauben, der obere genau an der Mündung. Am letz­teren waren gegenständig zwei Reifenklemmbänder daraufgebogen und von aussen angenagelt. Die Attaschen des Eisenbügels sind längliche Bronze­platten mit abgerundeten Enden, deren unterer Teil durch den Mündungs­reifen nicht gedeckt war (Höhe: 2,5 cm). Der Eimer aus Grab 6 (Abb. 17.) ist etwas gedrungener, als der eben besprochene. Durchmesser des unteren Reifes (unverziertes Bronzeband, 1,2 cm breit): 9,5 cm (am Ort wurde 9—11 cm gemessen, da die Vernitung sich gelöst hatte). Wie aus dem für die Beob­achtung gut geeigneten Eimerrest vom Grab 7 zu ersehen war, konnte der untere Reif nicht bis zu dem Fuss der Dauben reichen, also etwas höher liegen. Bei der Bestimmung der Höhe können wir uns nach dem vorigen Eimer rich­ten und können 10 cm annehmen. Der ursprüngliche Durchmesser des aus kreisrundem Bronzedraht hergestellten Eimerbügels konnte 9 cm sein (im jetzigen Zustand is er verbogen). Die am oberen Ende abgerundeten länglich viereckförmigen Attaschen waren durch den genau an der Mündung befe­stigten, getrieben-verzierten Reifen (Breite: 1,3 cm, am Rand getriebene dop­pelte Perlenreihe) gedeckt. Im Inneren des Eimers waren ausser dem hinein­gestürzten oberen Reif auch unverzierte Reifenreste, die als Reste des mittleren Reifes betrachtet werden können (Breite: 1,2 cm). Das Fundmaterial der Gräber von Oroszlány in seiner Gesamtheit zeigt

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