Folia archeologica 6. (1949)
KOREK JÓZSEF: A ZENTA-BÁTKAI RÉZKORI TEMETŐ ÉS AENEOLITIKUS TELEP
I sr FObTINY: DIE LASITZER KULTUR IN DER UMGEB UNG VÖ N SZEG£D DIE LASITZER KULTUR IN DER UMGEBUNG VON SZEGED Im Städtischen Museum in Szeged befinden sich unter dem bronzezeitlichen Material mehrere zusammengehörige Funde, die grösstenteils aus Brandgräbern stammen und die mit der Hügelgräber-kultur und der Lausitzer Kultur in nähere Beziehung gebracht werden können. Im weiteren wollen wir diese Funde eingehend besprechen. Das meiste diesbezügliche Material kam am Ufer des Sees Bogárzó in Szeged-Alsót anya zum Vorschein (Abb. 1,3). Anlässlich der Grabung am kleinen Hügel, der sich am Acker von István Vér befindet, deckte vom 29. Februar bis 7. März 1930 Franz Móra insgesamt 22 Gräber auf. Die Gräber 20—22 stammen aus der Sarmatenzeit 1 und deshalb wollen wir Grab 1. T: 40 cm. Laut Grabungsbericht standen hier sechs Gefässe nebeneinander. Da nähere Angaben fehlen, können diese aus dem Material nicht ausgewählt werden. Nach dem Lichtbild kann festgestellt werden, dass in diesem Grab zwei Armbänder waren (Taf. XX. 1 a —b, 2 a —b). Grab 2. T: 50 cm. Neben einer kleinen Urne befanden sich gebrannte Knochen. Die Urne konnte nicht identifiziert werden. Grab 3.. T:. 45 cm. Ein Skelett mit BrandBpuren, Richtung: Nord-Süd. Ohne Beigaben. 1 Diese Funde wurden von Mihály Párducz beschrieben: Dolgozatok, 1932. S. 27. Fundstelle 76. — Arch. Ért. 1940. S. 266. Taf. XLVI. uns mit diesen an dieser Stelle nicht-beschäftigen. Die anderen Gräber wollen wir eingehend beschreiben: 2 2 Abkürzungen: T: Tiefe, H: Höhe, Mw: Mündungsweite, Bdm: Bodendurchmesser, Stdm: Durchmesser des Standriniges, L: Länge, Br: Breite. Die Aufzeichnungen von Móra enthalten nicht immer alle erwünschten Daten, deshalb ist die Identifizierung Vieler Funde an Hand des Grabungsberichtes unmöglich. Ein Teil der Funde ist ausserdem seit der Grabung werloren gegangen. Diese -bringen wir im Lichtbild. Grab T: 35 cm. Extreme Hockerlage; . Richtung: Nordost-Südwest, neben d:m schlecht erhaltenen Hocker ein Bronzearmband, das verlorenging. Im Grabun^sbericht wird es zwar nicht erwähnt, aber am Lichtbild ist es gut sichtbar, dass zu diesem Grab ein verziertes Gefäs3 mit konischem Hals, ovalem Bauch gehörte, das am Bauchumbruch mit Warzen versehen war (Taf. XVIÏ, l).Das Gefäss ist nicht mehr aufzufinden; Grab 5. T> 40 cm. Im Grab befand sich ein Gefäss mit zylindrischem Hals und Warzen (Taf. XVII, 2) am Bauch. Nur die Photographie" blieb erhalten. Das Gefäss war laut Grabungs-. bericht mit einer Schüssel bedeckt, die ebenfalls nicht aufzufinden ist. Grab 6. T: 50 cm. 1. In der stark gebauchten, mit einem hohen Standfuss und kegeligen Kais versehenen, zweihenkel'igen und mit eingetieftenLinien, Punktreihen, Halbkreisen' und Warzen verzierten Urne Taf. XVII, 3—4, von der Seite und von obern gesehen) lag unter den gebrannten Knochen eine Bronzenadel (Taf. XX, 3, 4). Das graufiarbige Gefäss war gut geschlickt und gut gebrannt. H: 18, Mw: 9, Stdm: 7.5 cm. 2. Die Nadel mit tordiertem Schaft und eingerolltem Kopf ist zerbrochen (Taf. XX, 3,. 5). L: 15 cm. 3. Neben der Urne lag das Bruchstück eine& verzierten Armbandes (Taf. XX, 6 a — Die Entfernung zwischen den beiden Enden: 4.5 cm. 4. In der Nähe des Armbandes wurde eine Nadel mit Kegelkopf und gebogenem Schaftende entdeckt (Taf. XX, 4). L: 8 cm. 5. Der Grabungsbericht erwähnt es zwar nicht, doch befand sich noch in diesem Grab, was nach der Photographie und der Signatur sichergestellt werden konnte, eine Urne mit ausladendem Rand stumpfkegeligem Hals, mit I