Folia archeologica 3-4.

Párducz Mihály: Az örvényi jazig lelet

165 PÁRDUCZ: DER JAZIGISCHE FUND VON ÖRVÉNY Begräbnisstätte von Kiskőrös-Seregélyes und aus dem Fund von Eger stammenden Exemplare, 18 endlich die zwei, dem Gehänge von Örvény ganz ähnlichen Exemplare die in dem Fund von den Markungen von Kiskunfélegyháza zum Vorschein gekommen sind. 1 9 Ganz frühe ähnliche Exemplare sind von provinzialen römischen Funden zum Vor­schein gekommen; 2 0 es ist jedoch zu betonen, dass der hier beschriebene Typus dieser Ge­hänge, von den provinzialen Formen wesentlich abweicht. Abgesehen davon, dass sie immer aus gerippten Goldplatten verfertigt werden (die provinzialen Exemplare meistens aus Drähten Durchschnitts, wie z. B. im nicht publizierten Fund von Sopron-Balfi-utca), finden wir auch, laut unserer bisherigen Kenntnisse, die Ver­wendung der in Rahmen gefassten Schmuck­steine nur, an den, von der Pontusgegend impor­tierten Exemplaren, wo gerade dieses technische Verfahren einer der charakteristischsten Züge des sogenannten griechisch-sarmatischen Stiles ist. Interessant ist der, auf Т. I. 9. und Т. II. 5. abgebildete Spinnwirbel, in Gestalt eines doppelten Kegelstutzes, der aus zwei, ungleich hohen Hälften besteht. Wir kennen diesen Typus, von den Funden vom ungarischen Tiefland, aus entsprechender Zeit und können sogar be­haupten, dass er der Haupttypus der jazigisch­sarmatischen Funde ist. Diese Spinnwirbelform ist aus dem 3-tem Grab von Csongrád-Endre király utca, 2 1 aus dem 12-ten Grab der Begräb­nisstätte von Debrecen-Hortobágyhid, 2 2 aus den 20-, 21-, 27-, 32-, 35-, 37-ten Gräbern der Be­gräbnisstätte von Szeged-Felsőpusztaszer, 2 3 aus 18 Wie 1., Т. XXVIII. Abb. 9; Т. XXXI. Abb. 1. is Wie 1., Т. XXXI. Abb. 57 und 61. 2 0 Wie 1., 9-tes Kapitel. 21 Wie 1., Т. IV. Abb. 4. 2 2 Wie 1., Т. VII. Abb. 10. 23 Wie 1., Т. XV. Abb. 2 a., b.; Т. XVI. Abb. 2 a., b.; Т. XII. Abb. 2.; Т. XIX. Abb. 1 a., b., е.; T. XXI. Abb. 1 a., b., с. Т. XXI. Abb. 9 a., b. den 7-, 8-, 9-ten Gräbern der Begräbnisstätte von Kiskőrös-Csukástó-Ráckut 2 4 und aus dem 12-ten Grab der Begräbnisstätte von Kiskőrös­Vágóhidi-dülő zum Vorschein gekommen. Was endlich die Perlentypen des Fundes von Örvény betrifft, gehören die runden Kar­neolperlen auf Т. II. Abb. 8, 9, 14. zu dem eigenartig jazigisch-sarmatischen Teil des Fundes. Statt der Aufzählung der analogen Perlentypen aus den entsprechenden Funden der Sarmaten­zeit, weisen wir wieder nur auf den, unter 1. angegebenen Aufsatz (9-tes Kapitel), wo auch die hier verwendbaren Daten bekanntgemacht wurden. Die übrigen Perlentypen sind nicht so charakteristisch, um von ihnen irgend eine ähn­liche Folgerung ziehen zu können. Alles zusammenfassend, können wir fest­stellen, dass sich, in den Gegenständen des Fundes von Örvény, neben La Тёпе- und pro­vinzialem römischen, auch eigenartiger jazi­gisch-sarmatischer Einfluss widerspiegelt. Es ist dasselbe Bild, das wir in sämtlichen, im Laufe der bisherigen Erörterungen erwähnten Funden entsprechenden Alters auffinden. Schade, dass der Fund keine Gefäss-Beilage hatte, was uns vielleicht ermöglichen würde auf die Zugehörig­keit der im Grabe beerdigten Person an ein bestimmtes Volk mit mehr Sicherheit hinzu­weisen. Übrigens setzt die, im Funde befind­liche Fibel, das Alter des Grabes auf die Wende des I —II. Jahrhunderts n. Chr. und dieser Be­stimmung widersprechen auch die übrigen Ge­genstände des Fundes nicht. Ich erlaube mir hier den Herren Vidor Pataki und Florian Hvizdos, deren Eifer die Ret­tung des Fundes erwirkte und das Studieren des Fundortes ermöglichte, meinen herzlichsten Dank auszusprechen. Wie 1., Т. XXV. Abb. 1.; Т. XXVI. Abb. 7.; Т. XXVII. Abb. 12.; Т. XXVIII. Abb. 12. Szeged Mihály Párducz

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