Folia archeologica 3-4.

Párducz Mihály: Az örvényi jazig lelet

164 PÁRDUCZ: DER JAZIGISCHE FUND VON ÖRVÉNY bzw. Kannelierung. Lajos Márton macht, unter anderen, solch einen Armring aus Gyoma be­kannt, 5 doch kennen wir einen ähnlich gezierten auch vom Material der Begräbnisstätte aus der La Tene-Periode auf der Anhöhe István Katona, in den Markungen von Hódmezővásárhely. 6 Der zweite Teil des Fundes besteht aus Gegenständen provinzialer Herkunft. Es ist un­zweifelhaft, dass der Spiegel aus weisser Bronze auf Т. I. Abb. 6. hieher gehört. Wir kennen von Fülöpkei Jakabszállás, das Bruchstück eines Spiegels aus weisser Bronze, 7 von Kiskőrös, aus dem 8-ten grab der Begräbnisstätte von Csu­kástó-Ráckut einen ebenfalls fragmentarischen Spiegel von identischem Typus. 8 Das, auf den Abbildungen Т. I. 14. und Т. II. 1. dargstellte pyramidenförmige Bronzeglöckchen ist auch sehr häufig unter unseren provinzialen Funden. Unter den ausländischen Analogien sind das aus dem Lager von Weissenburg zum Vorschein ge­kommene Exemplar 9 ganz übereinstimmend und das aus dem Lager von Zugmantel stammende Stück 1 0 ähnlich. Ich kenne kein, aus ungarischen Funden glaubwürdig zum Vorschein gekommenes Exemplar. Das Museum von Esztergom besitzt ein hier erwähnbares Stück von unbekanntem Fundort. 1 1 Dasselbe Museum besitzt die Ana­logie des, auf Т. I. Abb. 5. sichtbaren kegelför­migen Glöckchens; dessen Fundort ist auch un­bekannt. Was die Funde der entsprechenden Periode der ungarischen Tiefebene betrifft, ist von Kiskőrös, aus dem 11-ten Grab der Begräb­nisstätte von Csukástó-Ráckut, ein kegelförmiges Glöckchen zum Vorschein gekommen; sein Ohr stimmt mit dem entsprechenden Glied des schon erwähnten, auf Т. I. Abb. 14. dargestellten Glöckchenes überein. 1 2 Die Analogien der auf Т. I. Abb. 10, 11, und Т. II. 2, 4 abgebildeten kegelähnlichen Bronzegegenstände sind mir un­bekannt. Sicher waren es Schmuckstücke zum Aufhängen. 5 Márton, Lajos, A korai La Téne kultúra Ma­gyarországon (Die frühe La Téne-Kultur in Ungarn). Archaeologia Hungarica Band XI, Т. XI. Abb. 1. 6 Dolgozatok (Arbeiten), XI. 1935. Т. XXX. Abb. 1, 5. 7 Wie 1., Т. II. Abb. 6. 8 Wie 1., Т. XXVI. Abb. 6. 9 ORL. No. 72. Т. X. Abb. 40. 1 0 ORL. No. 8. Т. XII. Abb. 49. 1 1 Nicht publizierter Fund im Museum von Esz­tergom. 1 2 Wie 1., Т. XXVII. Abb. 2. Beachtenswert ist die auf Т. I. 12. und T. II. 3. abgebildete Fibel von stark profiliertem Typus. Wir kennen seine ganz genaue Analogie aus dem 20-ten Grab der schon erwähnten Be­gräbnisstätte von Felsőpusztaszer. 1 3 Am Kopfe des Exemplars von Felsőpusztaszer befindet sich ein Federmechanismus, siebenfach gewunden; ein hakiges Gefüge hält, über der Spirale, die Sehne des Federmechanismus. Der Bügel ist drahtförmig, der Fuss ist zur flachen Platte gehämmert, gerade so, wie wir das auch auf unserem Exemplar von Örvény sehen. Jenes Ende Bügels, worauf der den Federmechanismus hal­tende Haken ruht, ist angeschwollen; der ent­sprechende Teil des Exemplares von Örvény erinnert schon an die Trompetenform. Ilona Kov­rig teilt Fibeln ähnlichen Typs in die Gruppe der sogenannten stark profilierten Fibeln. 1 4 Sie kennt Exemplare aus Sziszek, dem Museum von Keszthely, Szőny, Aquincum und Deutschalten­burg. Sämtliche sind aus Bronze. Wir halten es, vom Standpunkt der Entwicklung entscheidend, dass solche, ausser Ungarn, nur vom Lager von Deutschaltenburg bekannt sind. Auf Grund die­ser territorialen Verbreitung, können wir an­nehmen, dass wir es mit einem sich an Ort und Stelle entwickelten Typus zu tun haben, wel­cher, in seiner Form, seiner Gliederung und seiner Struktur, eine starke Verwandtschaft mit den trompetenförmigen Fibeln zeigt und wel­cher deren Prototypus zu sein scheint. Wir können sie auch, auf Grund ihres Vorkommens in der Begräbnisstätte von Felsőpusztaszer, als von der Wende des I —II. Jahrhunderts n. Chr. stammend datieren. Das hufeisenförmige goldene Gehänge auf Т. I. Abb. 7. ist sehr interessant. Wie schon er­wähnt, gehört dieser Typus von Gehängen der eigenartig jazigisch-sarmatischen Gruppe der Funde aus der Sarmatenzeit an. 1 5 Hieher gehört ein ähnliches Gehänge aus einem Fund von Bé­késcsaba, 1 6 wir kennen eines von Nagykörű 17 (davon fehlt das innere, herzförmige Glied). Völlig übereinstimmend mit dem Stück von Nagykörű, sind die aus dem 7-ten Grab der 13 Wie 1., Т. XV. Abb. 4 a., b. 1 4 Kovrig Ilona, A császárkori fibulák föformái Pannoniában (Die Hauptformen der Fibeln aus der Kaiserzeit in Pannonién) Dissertationes Pannonicae, Ser. II. No. 4. S. 39. T. III. Abb. 22—24. 15 Wie 1., 9-tes Kapitel. is Wie 1., Т. X. Abb. 9. I' Wie 1., Т. XXII. Abb. 22.

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