Szilágyi Mária: Domeniul de la Jimbolia - Das Landgut von Hatzfeld - A Zsombolyai uradalom (Székesfehérvár, 2016)
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DOMENIUL DE LA JIMBOLIA | DAS LANDGUT VON HATZFELD | A ZSOMBOLYAI URADALOM Szilágyi Mária - Anica Draganió den Zeiten nach 1945, weder in Jugoslawien noch in Rumänien im Interesse der Regierung lag, den Ruhm und die Hinterlassenschaft der Familie zu bewahren. Noch heute, da die Möglichkeit besteht, „echte“ Geschichte zu erforschen, verliert sich die Geschichte der Familie Csekonics im Nebel. Nach den Ereignissen des Ersten Weltkriegs ist der Großteil der Familie ins heutige Ungarn gezogen und haben einen Teil ihrer beweglichen Güter mitgenommen, einschließlich das Familienarchiv. Das Archiv war für sie von großer Bedeutung, denn sogar Endre Csekonics hat es in seinem Testament erwähnt und es seinem ältesten Sohn aufgetragen, dafür zu sorgen. Nach dem Zweiten Weltkrieg sind auch in Ungarn schwere Zeiten über die Adlige hereingebrochen; Sándor Csekonics hat bei seinen ehemaligen Angestellten Unterschlupf gefunden. Ihnen ist es zu verdanken, dass nachdem der Graf verschleppt wurde, sie es dem zuständigen Staatsarchiv übergeben haben. Heute wird es im Staatsarchiv des Landkreises Fejér aufbewahrt und es ist das vollständigste Csekonics-Material, das sowohl ins Privatleben der Familienmitglieder als auch ins Bewirtschaftunssystem, in die Funktionsweise in den Gebäudebestand des einstigen Landguts vom Ende des XVIII. Jahrhunderts bis in die erste Hälfte des XX. Jahrhunderts einen Einblick gewährt. Dank dieser Dokumenten und in den anderen Archiven aufbewahrten Unterlagen, können wir ein fast komplettes Bild über das einstige Leben und Aussehen des Landguts von Hatzfeld ziechnen und das ist eine wichtige Voraussetzung für die Erforschung, Bewahrung und Präsentierung des geistigen und materiellen Erbes des Landguts. Das ehemals blühende, heute in Ruinen liegende Csekonics-Erbe ist eine Chance für die Region, mit ihren lokalen Werte der globalen Entwicklung einzuschlagen. Mit der Renovierung des Gebäudeerbes könnten die Ortsansässigen die Organisationsstruktur des ehemaligen Landguts zeigen, zu zeigen, wie das einst Europäische Werte aufzeigende Landgut funktioniert hat und erneut funktionieren könnte. Das materielle und geistige Erbe der Familie birgt große Möglichkeiten, die bisher leider ungenutzt blieben. Durch eine entsprechende Verwaltungsstrategie könnten die zu unterschiedlicher Typologie gehörenden Gebäude ein Teil einer kutlurellen Strecke werden, wodurch die Menschen die Csekonics's und ihre Tätigkeit vor Ort, also auf dem Landgut von Hatzfeld kennen lernen könnten. Hier könnte man ein Bewirtschaftungs- und Lebensmodell der Gutsheren zeigen, das für den Banat im XIX. Jahrhundert entscheidend war, aber im letzten Jahrhundert komplett verschwunden ist. Man muss die Merkmale des Csekonics- Landguts hervorheben, wie beispielsweise die Bewirtschaftung der Gutshöfe, die Lebensweise der Bauern und der Adligen, die Jagd und der Bahnverkehr der verschiedene Funktionen miteindander verband. Man könnte das Landgut in einen riesigen Erlebnispark umwandeln. Anfangs- und Endpunkt könnte Hatzfeld und Udvamok sein. Es wäre wichtig, alle noch existierende Gebäude ins Verzeichnis zu nehmen und mit neuem Leben zu erfüllen und die verschwundenen, wie das Schloss Csitö, auf irgend einer Weise zu markieren. Bezüglich der neuartigen Erlebnisse bietenden Touristenprogramme können wir vorerst zwar über keine sehr große Nachfrage sprechen, aber es gibt zahlreiche ähnliche Initiativen an verschiedenen Orten der Welt. Das gemeinsame Merkmal dieser ist, dass sie die Entdeckung solcher, mit einem negativen Image behafteten Orte anbieten, die Einblicke in eine alltägliche weit gewähren. Eine solche erneute Nutzung könnte das wirtschaftliche und kulturelle Leben der Ortschaften des ehemaligen Landguts neuen Schwung geben und außer den Touristen könnten die Ortsansässigen auch einen Teil ihrer Lokalgeschichte kennen lernen, was der wichtigste Schritt zur deren Wertschätzung und Erhaltung wäre. Eine der größten Katastrophen des Landguts von Hatzfeld erfolgte in 1924, als die Staatsgrenze das Csekonics-Landgut in zwei teilte. Heute ist diese ehemalige Tragödie vielleicht die größte Möglichkeit, denn die Erhaltung des Landguts könnte ein Thema für die Zusammenarbeit zwischen Serbien und Rumänien werden, was die Werte und Möglichkeiten eines multiethnischen und multikulturellen Umfelds hervoheben könnte. Dem heutigen Zustand zum Trotz können wir doch nicht vom völligen Verschwinden reden, auch desewgen nicht, weil neben den weniger gewordenen Gebäudebestands unter der Bevölkerung des ehemlaigen Landguts von Hatzfeld ist der Name Csekonics immer noch lebendig. Diese kulturelle Erbe speigelt die Beständigkeit wider, während das zerfallene Gebäudeumfeld ein Symbol der Vergänglichkeit ist. Die Erinnerung an die Familie und deren einstige Bedeutung, was dieses Buch auch zu bewahren versucht, konnten weder Kriege noch verschiedene Regimes zerstören. Es ist unsere Aufgabe, es weiter zu erhalten. POSTFAŢĂ I SCHLUSSWORT | UTÓSZÓ 263