Szilágyi Mária: Domeniul de la Jimbolia - Das Landgut von Hatzfeld - A Zsombolyai uradalom (Székesfehérvár, 2016)

A zsombolyai Csekonics-uradalom és annak öröksége - Birtokigazgatási központok - majorok

Szilágyi Mária - Anica Draganic DOMENIUL DE LA JIMBOLIA | DAS LANDGUT VON HATZFELD | A ZSOMBOLYAI URADALOM balken im Jahre 1889 gebaut oder umgebaut. In der Zeit davor stand hier angeblich eine Bierbrauerei, dies bezeugt auch die Aufschrift Brauhaus auf der Karte des zweiten militärischen Vermessung (SZALMA; mapire). Die meisten der bis heute bestehenden Gebäude wurden aus großen Ziegelsteinen gebaut und ihr Dach ist mit Flachziegeln gedeckt. Das Dachgerüst der Bauobjekte besteht aus Tannenholz guter Qualität. Den Erzählungen nach wurde dieses Holz für das Csekonics-Gut aus Siebenbürgen geliefert. Der Boden, ein Bretterboden aus Holz, ist noch heute in einem relativ guten Zustand. Die existierenden Gebäude deuten darauf hin, dass die Objekte um je einen kleineren Innenhof lagen. Die Kleinbahn Großbetschkerek - Hatzfeld hatte hier eine Station, die für den Transport der Ernte sehr bedeutend war. Laut Lageplan, der im Archiv der MÁV (Ungarische Staatseisen­bahnen) aufbewahrt wird, stand an dieser Stelle nur ein Wachhaus mit Nebengebäuden. (MÁV Zrt. AKT 265/a). Auch die Lohre hatte eine Abzweigung hier. Auf dem Gutshof Júlia haben in 1919 5 Beamte, 64 Handwerker und 84 Bedienstete gearbeitet (MNLFMLXIII. 5. 11. d. 8.). Die Mehrheit der Gebäude spiegeln militärische Strenge wider und tragen klassizistische Elemente sowohl auf den Massenformen, als auch auf den einzelnen Verzierungen. Es gab jedoch auch "interessanter" gestaltete Gebäude, an denen auch die Romantik zum Mittelalter zu entdecken ist. Der Eingang des Milchbetriebs war etwas hervorgehoben; der Weg führte über einen turmähnlichen, an eine Kapelle erinnernden Risalit, sowie die Werkstatt, die an ein Kellergewölbe erinnert, ebenfalls mit dem Instrumentarium der Romantik (BOROVSZKY, 1911. b 206.). Das wertvollste Gebäude aus dieser Gruppe ist die Wohnung des einstigen Amtmannes oder Meiers, das bis heute von der Größe der Familie Csekonics kündet. Im Inneren des einstöckigen Gebäudes sehen wir einen Abglanz des ehemaligen Reichtums: holz­getäfelte Decken, geschnitzte Treppen, Holzboden, Kamin, Kachelofen. Den Eingang des ehemaligen Julia-Hofes kennzeichnen zwei am Ende des XIX. Jahrhunderts erbaute Kornspeicher. Diese sind noch heute in einem relativ guten Zustand und werden benutzt. Beide haben vier Etagen: Erdgeschoss, Stockwerk und im Dachgeschoss zwei Etagen. Dem Anschein nach besaßen beide ein Souterrain, aber dessen Eingang wurde im Laufe der Zeit zu­DOMENIUL... I DAS LANDGUT... | A ZSOMBOLYAI... 126------------------------------------------!---------------------------1--------------------------­gemauert. Der Mantel der Kornspeicher ist eine ein Meter dicke Mauer aus Ziegelstein, im Inneren des Gebäudes aber sind meist Holzgerüste anzutreffen. Der Boden, die Decke, das Dachgerüst, die Säulenreihen und das Gebälk - alles ist aus Holz. Die Dienstboten-Wohnungen und die dazu gehörenden Neben­gebäude gruppierten sich um einen Innenhof - noch heute ist diese Anordnung erhalten. Die Wohnung selbst bestand aus einer Küche, zwei kleineren Zimmern und einer Speisekammer. Jülia-Hof wurde nach dem Ersten Weltkrieg verstaatlicht und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es von den deutschen Besatzern übernommen. Maierui lulia | Júlia-Hof | Júliamajor Szilágyi Mária

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