Seidel Ignác: A csókakő–móri uradalom történéseinek és eseményeinek időrendi elbeszélése - Fejér Megyei Levéltár közleményei 32. (Mór-Székesfehérvár, 2005)

- 37 ­gefangen wurde dazu in dem Jahre 1869 und dem Gebrauche wurde er im Juni 1871 übergeben. Derselbe ist 26 Klafter tief gegraben, wo sich eine Felsenschichte vorfand. Diese wurde in vier Schuh Durchmesser durchgemeisselt und darunter auf weitere zwei Klafter ausgebaggert. Das Wasser ist ober der Felsenschichte zwei Klafter hoch, zum Schöpfen — welches mit vier Pferden oder Ochsen ge­schieht — ist eine durch obbenannten Professor kunstvoll construirte Maschino eingerichtet worden. In einer Stunde können 245 Eimer Wasser in ein Reservoir gehoben werden, welches dann meistens für drei Tage zum Bedarf der auf dem Prsedium wohnenden Menschen und auch für das sämmtliche dort befindliche Vieh ausreichet. Am 8. October ist eine Sparcassa in Moor unter der Firma „Móor-Vidéki Takaróit pénztár“ mit 400 Actien ä 100 fl. gegründet worden. Wirklich eingezalilt wurden aber, nur 50 fl. per Actie = 20.000 fl., und 2000 fl. zur Einrichtung mit Wertheimcassen, Büchern, Möbeln etc. etc., und somit die Amtsthätigkeit am obigen Tage mit eiuem Capital von 22.000 fl. begonnen. Endlich in diesem Jahre Anfangs Mai hat sich zu allgemeiner Freude beim Forrás in Zámoly wieder das Wasser in dem Becken der Hauplquelle gezeigt, ist dann mehr und mehr, aber sehr langsam, zum Vorschein gekommen, bis es im Juni aüszufliessen begonnen hat. Als Schreiber dieses am 15. Juli 1. J. den Forrás besichtigte, hat er das Becken der Hauptquelle voll mit dem reinsten Wasser gefunden, welches nun auch schon den weiter unten neben der Land- strasse befindlichen, mit einer Schleusse abgeschlossenen Wasser­behälter füllet. Das Wasser fliesst auch schon über die Strasse dem Dorfe zu, aber noch nicht in dem Masse, dass man bei den Mühlen Etwas unternehmen könnte, denn drei ausgiebige Seitenquellen, die auch in das Hauptbecken einzufliessen pflegten, fehlen noch gänzlich und sind am obbezeichneten Tage (15. Juli) an ihren Mündungen noch vollkommen trocken gewesen. Diesmal dauerte die Unterbrechung lange, nämlich von 1860 angefangen, mithin dreizehu Jahre. Am 14. September ist in Zámoly dem Grafen Philipp Lamlerg und seiner Gemahlin, geb. Baronin Marie Wenckheim, eine Tochter, geboren worden, welche in der Taufe den Namen Angelica erhielt. Am 27. Jänner ist Ihre Excellenz Ernestine Gräfin Szócsőn, geb. Gräfin Lamberg, im Alter von 45 Jahren gestorben. Deren Leichnam wurde am 31. Jänner — für einstweilen — iuderMóirer Capucinergruft beigesetzt. Am 18. August ist der hochg. Herr Graf Philipp Lamlerg in Folge eines Herzschlags im 37. Jahre seines Alters plölzlich in 1872 Sparcassa in Moor. 1873 Beim Forrás das Wasser gekommen. 1873 Grafen Philipps Tochter Angelica gehören. 1874 Gräfin Szécsen Lamberg f. Graf Philipp Lamberg f. 5*

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