Szent Benedek-rendi katolikus gimnázium, Esztergom, 1856
Die Lehre vom Diamagnetismus. Fortsetzung. Gegenwärtiger Theil meiner Abhandlung soll gemäss der im vorjährigen Programme gegebenen Verheissung die Theorieen des Diamagnetismus bringen, bevor ich jedoch zur eigentlichen Lösung dieser Aufgabe schreite, fühle ich mich verpflichtet bezüglich des Streites über die Polarität der diamagnetisch inducirten Substanzen zu bemerken: 1-tens dass diese Polarität so ziemlich als eine unumstössliche Thatsache zu betrachten sei. 2-tens dass sie von der weit grösseren Zahl der wortführenden Physiker als gleichnamig mit der erregenden angenommen wird. Der erste Theil dieser Abhandlung führte unter den Streitern für die entgegengesetzte Meinung #die Herren v. Tyndall und v. Feilitzsch an. Tyndall soll indessen seine Überzeugung geändert und seinen Genossen des Irrthums überwiesen haben. Die mir zu Gebote stehenden Annalen der Physik berichteten diese Conversion nicht, wohl aber brachten sie im XCVI-ten Bande S. 81. eine ausführliche Arbeit von Qu intus I c i 1 i u s der sich es zur Aufgabe gemacht, die s u b VI. 7. angeführten Weber'schen Resultate gegen die sub VI. 10. angeführten Feilitzsch'schen zu befürworten. Zu diesem Zwecke wiederholte Quintus Icilius die Versuche beider Physiker jedoch mit etwas umgeänderten Apparaten. Die angewendete Spirale war 663 m m, der Wissmuthstab 195 n,m lang, indem sich dieser in der Spirale in der höchsten und tiefsten Stellung befand, überragte ihn die Spirale beiderseits noch um 195 m m, bei diesen Verhältnissen variirte die wirkende Stromstärke nur zwischen 1,00000 und 0,99954. also konnte man an eine Galvano-Induction kaum denken, die Nadel wich dennoch im Sinne der Weber'schen Resultate ab. 2-tens ergiebt sich aus den Versuchen von Quintus Icilius mit vollkommener Entschiedenheit, dass das diamagnetische Wissmuth, auch wenn es in der magnetischen Spirale nicht bewegt wird, eine ablenkende Wirkung auf einen Magnet ausübt und zwar eine entgegengesetzte, als es jene ist, die wir bei einem Eisendraht erfahren, wobei eben wieder an eine Galvano-Induction nicht zu denken ist. 3-tens nach Quintus Icilius gab auch ein in seiner Mitte stärker angeregter Wissmuthstab dieselben Resultate, und zeigte niemals, wie Feilitzsch behauptet, Eisenmagnetismus. 4-tens Wenn Wachs und andere nicht leitende Substanzen an der Stelle des Wissmuthstabes nicht dieselben Resultate hervorbringen, so beweist