Vukov Konstantin: A középkori esztergomi palota épületei (2004)

Zusammenfassung

mit den Privatwohnungen in einem - aber ziem­lich langen - Bauverlauf gebaut war. Die heutige, restaurierte Erscheinung dieses Gebäudeteiles können wir den in den sechzigen Jahren durchge­führten arbeiten danken. Die Rekonstruktion der wirtschaftlichen und hygienischen Räume Die Burgküche Der aufdeckende Archäologe, István Horváth erkannte, dass zwei Räume der sogenannten Kasemattenreihe mit der ehemaligen Burgküche aus dem 15. Jahrhundert gleich waren, und die Räume mit Feuerräumen wurden im vollen Maße durch Rauchfänge bedeckt. Der Stich vom Mey- erpeck vom Jahre 1595 stellte solche unglaublich grosse, pyramidale Schornsteine. Der Körper des Schornsteines wurde mit einem Scheingewölbc aus gelben Ziegeln gemauert. Hygienische Räume Unsere heutige Vorstellungen und Ansprüche über und gegen die hygienischen Räume und im Allgemeinen die Hygiene dürfen wir nicht von den spätmittelalterlichen Palastgebäuden erwarten. Wir können aber festlegen, dass ein bestimmtes Komfortniveau in den Wohnungen der hohen Adligen gesichert wurde. Ein Badezim­mer und mehrere Plumpsklosette identifiziert werden konnten. An dem Prunksaal schließ sich ein getrennte Plumpklosettblock - sogennanter „Danziger” Typ - durch einen bogenförmigen Durchgang. Weitere Gebäude des Palastes Der kleine romanische Palast An dem nördlichen Teil des Palastkomplexes wurde ein Flügel senkrecht zu den auf die Donau aufgehende Wand mit mindestens vier Sälen in romanischem Styl gebaut. Die Technik des Mauerns, die Abmessungen und die Figuren der Quader stimmen mit der im Wohnturm verwen­deten Technologie. Diese Gebäudeteile wurden also im 12. Jahrhundert, unter der Herrschaft vom Adalbert III gebaut. Unter dem Gebäude wurden die Wände des früheren, im 11. Jahrhundert gebauten Eszergomer Palast ausgegraben, die eine völlig andere Bauweise zeigen. Der kleine romanische Palast blieb nicht mit seiner vollen Länge übrig, drei Räume im Erdgeschoss mit ihren Gewölben überstanden aber die stürmischen Jahrhunderten wohl erhal­ten. Im 15. Jahrhundert wurde der kleine Palast erweitert, mit Obergeschoss versehen. Das in situ Ziegelfußboden bestätigt die Durchführung dieser Arbeiten. Auf den Überresten wurde ein neues Gebäude gebaut. Das östliche Gebäude In diesem Gebäude sollten die Unterkünfte Bedi­enungspersonalien und die Lagerräume sein. Der grosse, bogenförmige Eingang bestätigt auch diese Möglichkeit. Ober dem Rezeptionsraum des heutigen Museums stand früher eine Holzdecke. In der intakt gebliebenen Wand des Raums find­en wir eine breite Rundbogenkonsole. Der Bau der Decke mit Hauptbalken wurde von der Mitte des 14. Jahrhunderts gewöhnlich, die Verwendung dieser Lösung ist also am Anfang des 15. Jahrhun­derts im vollen Maße annehmbar. Der Bau des Ostgebäudes konnte frühestens auf den Zeitalter von Sigismund datiert werden. Die Wände dieses Gebäude schneiden in die Wände des einen Turms der aufgedeckten inneren - auf das 14. Jahrhundert datiert - Palast­wand ein. Die architektonische Ausbildung zeigt aber die Charakteristiken der früher gebauten profanen Steingebäude. Der alte Eingang Diese Benennung gilt für die bis 1988 benutze Einganshalle des Museums. Diese frühere Ein­gangshalle ist ein Anbau vom gleichen Zeitalter, frühestens vom Ende des 14. Jahrhunderts. Ober diesem Anbau stand die Vorhalle des Prunk­saales. Zu dem Obergeschoss führt eine Treppe mit Steinbogen und mit einer Breite von kaum ein Meter vom Hof auf. Vom Obergeschoß haben wir keine architektonischen Kenntnisse, nach den Aufdeckungen war dieser Raum eine Terrasse mit Brüstungswand. István Horváth fand während der Aufdeckun­gen in den Jahren 1988-1989 nach dem Abbau der Gehoberfläche und der Isolierung auf einer Oberfläche von einigen Quadratmetern sehr unvollständige Überreste eines Marmorfußbo­dens mit Einlagen. Die anspruchsvolle Bautech­nologie des Steinfußbodens weist auf die Repräsentationsrolle des Raums: dieser Raum sollte die Vorhalle des Prunksaales sein. Der 97

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