Esztergom Évlapjai 1988
István Huszár: Német nyelvű rezümék
Esztergom aufzáhlt. Das einzige Produkt der Buchdruckerei in ungarischer Sprache ist die kirchliche Rede von Tapoltsányi Gergely (1763). Die Esztergomer Druckschriften von Royer, die auch als Typen der spátbarocken-Buchkunst betrachtbar sind, zeugen von der grossen Fachkenntnis und von der gut ausgerüsteten Werkstatt. Mit dem Abgang von Royer Ferenc Antal und der Rückkehr des Erzbischofstums setzte sich die Geschichte der Buchdruckerei der Stadt zurück. Rudnay Sándor (1760—1831) wurde im Jahre 1820 zum Erzbischof von Esztergom ernannt, mit dem besonderen Aufrag, das er das Erzbischofstum und das Hochstift auf seinen altén Stammsitz zurücksiedele. Es wurden riesige Bauarbeiten begonnen, die Entwicklung der Stadt hatte sich beschleunigt und somit wurden auch die Bedingungen zur Gründung der Buchdruckerei geschaffen. Gegenüber dem erzbischöflichen Buchdrucker aus Tyrnau (Nagyszombat) hatte Beimel József (1798—?) diese Möglichkeit bekommen. Die Buchdruckerei, die im Jahre 1829 mit dem Patent des Primats in dem Haus gegründet wurde, in welchem sich heute die Geststatte „Kis pipa" befindet, erweiterte er bald mit Buchbinderei und gefáhrdete damit die Tátigkeit und das Fortkommen der sich in der Stadt betátigenden Kleingewerbetreibenden. Im Jahre 1830 eröffnete er mittels seiner neuen Ehe auch in Pest eine Buchdruckerei, von nun an hatte er seine Tátigkeit in die Hauptstadt verlegt, die als Zweigstelle betrachtete Werkstatt in Esztergom hatte er nicht weiterentwickelt, deshalb mietete sie Horák Egyed im Jahre 1850. Über die Ausrüstung seiner Druckerei stehen nur sporadische Angaben zur Verfügung, in Bezúg auf seinen Schriftvorrat dienen seine Verlagswerke als Anhaltspunkte. In den Jahren 1820—1848 erschienen in Beimels Buchdruckerei in Esztergom 314 Druckschriften: 183 in ungarischer, 72 in lateinischer 53 in deutscher und 6 in slowakischer Sprache; inhaltlich vom kirchlichem Charakter und 130 Werke von weltlichem Charakter, formell 158 Bücher und 156 kleinere Druckschriften. Im Laufe seiner etwa 3 Jahrzehnten langen Tátigkeit gab die Buchdruckerei Beimel kirchliche Reden und Begrüssungsreden heraus, die von den in der Stadt und ihrer Umgebung geschehenen Ereignissen berichteten: Dankgebete, Lieder, Rundschreiben des Primats, kurze populárwissenschaftlichen Schriften usw. Unter den kleineren Druckschriften sind die Theaterzettel der Schauspielgruppen, welche sich in der Stadt betátigten, bedeutend. Bedeutend sind im Zusammenhang mit den gelegentlichen Publikationen die auch heute lebenden, fast 200 Jahre altén Gedanken von Sándor István: „Jedoch ist auch die Kleinigkeit manchmal sehr denkwürdig. Man kann nicht glauben, das sich die schweren Fragen und Zweifel aus derartigen bewahrenen und hinterlassenne Kleinigkeiten auch nach langer Zeit auflösen und beleuchten lassen . ..". So enthalten diese nicht eigenartig scheinenden Druckschriften viele wichtige ortsgeschichtlichen Beitráge. Aus Kulturgeschichtlichem Gesichtspunkt ist das belletristische Almanach „Urania" (1828—1832), dessen Redakteur Szeder Fábián und seine zahlreiche Verfassungsgarde Esztergom zum literarischen Zentrum machte. Die illustrierten kleinen Bánde in geschmackvoller Ausführung záhlen auch heute als Bibliofil- Delikate. Aus archáologischem, Ortsge411;