Esztergom Évlapjai 1988

István Huszár: Német nyelvű rezümék

ISTVÁN BÁRDOS DIE GRÜNDUNG UND TATIGKEIT DER „ARCHALOGISCHEN UND HISTORISCHEN GESELLSCIIAFT VON ESZTERGOM'' (1894—1948) lm ersten Teil seiner Studie stellt der Verfasser die allgemeinen Entwicklungstendenzen des kulturellen Lebens im 19. Jahrhundert dar. Als klassisches Beispiel erwáhnt er die Sammlung des Grafen Ferenc Széhcenyi (1802), aus der sich im Laufe der Zeit neben dem Ungarischen Nationalmuseum auch andere Museen entwickelten. Man hat in der zwei­ten Hálfte des 19. Jahrhunderts mehrere Museen ins Leben gerufen, und zwar nicht nur von Seiten des Staates, sondern die katholische Kirche war auch unter den Gründern zu sehen. Die Regierung hatte die wichtige Aufgabe, für die Leitung und Aufrechterhaltung der Museen zu sorgen. In erster Linie war es der Oberinspektor der Museen, der für die zweck­massige Entwicklung der Museen verantwortlich war. Zwar anderte sich der Name des leitenden Gremiums oft, man kann aber trotzdem feststel­len, dass es bis in die 40er Jahre des 20. Jahrhunderts seinen Aufgaben gut nachkommen konnte. In Esztergom ist das erste Museum das vom Erzbischof Simor ge­gründete Christliche Museum (1875) gewesen. Am Ende des 19. Jahrhun­derts gab es schon mehrere Ausgrabungen in der Stadt (Akospalota, Ko­vácsi, Széchenyi Platz), so entstand auch das Bedürfnis nach einer Ge­sellschaft, welche die Ausgrabungen organisiert, die archáologischen Funde aufbewahrt, ausstellt und wissenschaftlich beschreibt. Unter solchen Umstánden kam es zur Gründung der Archáologischen und his­torischen Gesellschaft (1894), deren Schuzpatron der Erzbischof Kolos Vaszary war. Die Schwierigkeiten der ersten Jahre liessen erst am An­fang des 20. Jahrhunderts nach, als sich die Zahl der Mitglieder vermehrte und die Gesellschaft auch eine staatliche Unterstützung von 400—500 Kronen jáhrlich erhielt. Das Problem der Unterkunft der Sammlungen war aber noch immer nicht gelöst. Das Leben der Gesellschaft verlief bis zum Ende des ersten Weltkrieges nicht ohne Sorgen. Im Jahre 1913 konnte man einen gewissen Aufschwung bemerken, denn es gelang der Leitung, ein entsprechendes Gebáude für das Museum zu finden, welches man auch dem Publikum eröffnet hat. Aber in den Jahren des Krieges stagnierte die Tátigkeit der Gesellschaft, d. h. sie beschránkte sich nur auf das Ansammeln der Gegenstánde, der archáologischen Funde. Am Anfang der 20er Jahre kam es zur Reorganisation der Gesellschaft. Es wurde eine neue Leitung gewáhlt und als Programm bezeichnete man die Fortsetzung der Ausgraben, das Suchen nach dem Grab des Königs Béla IV., der mit seiner Familie in Esztergom begraben wurde. Im Jahre 1924 gab die Leitung bekannt, dass man auch eine Zeitschrift der Ge­sellschaft unter dem Namen „Esztergomer Jahresblátter" erscheinen lásst. Die Mitgliederzahl erreichte Ende 1924 die 300; 1925 feierte man das 50 jáhrige Jubileum des Bestehens der Gesellschaft. 397;

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