Esztergom Évlapjai 1988
István Huszár: Német nyelvű rezümék
PÁL CSÉFALVAY ANTAL LEPOLD UND DIE AUSGRABUNGEN AUF DER BURG ESZTERGOM Antal Lepold, geboren 1880, zu Priester geweiht 1904, widmete sich erst dem kirchenrechtlichen Beruf. Dadurch wurde er mit administratorischen Arbeiten beauftragt am Ordinariat in Kalocsa, spater in Esztergom So hatte er als erzbischöflicher Kanzleidirektor als Aufgabe die Aufsicht der Bildergalerie des Christlichen Museums. Als Hilfe bekam er aus dem ungarischen Nationalmuseum den Kunsthistoriker Tibor Gerevich, mit dem ihn für's ganze Leben eine sehr fruchtbare Freundschaft verbunden hat. Erfolg dieser Zusammenarbeit war die Eingliederung der Kunstsammlung von Arnold Ipolyi und der Familie San Marco in Simor's Christliches Museum. Nach dem ersten Weltkrieg ist Lepold Pfarrer der Esztergomer Basilika geworden. Er erneute die Bakócz—Kapelle mit ihrem Gnadenbild, schrieb Studien über theologische, literarische und künstlerische Themen: Numismatik, Reliquien, usw. Aber der Höhepunkt seiner Tátigkeit war die Freilegung der königlichen Burg im Jahre 1934. Was waren die Gründe auf dem Burgberg Ausgrabungen anzufangen? Erstens seine ernsten historischen Studien, dann seine Beobachtungen inmitten der übergebliebenen Ráumen auf dem Berg. Von Schritt zu Schritt folgten Entdeckungen, ausgehend von den Kasamaten die bekannt waren: der kleine Burghof, die Kapelle, der Aufgang zum Wohnturm. Von 1935 an erschienen seine interessanten Publikationen über die archeologischen Ergebnisse. Es wurde ein Lapidarium eingerichtet für das aufgefundene Kunstmaterial. 1938 war das 900 Jahres—Jubiláum vom Tode des ersten Königs von Ungarn, des heiligen Stefan, Gründer vom Staat. In der Anwesenheit vom Pápstlichen Legaten und des Gouverseurs Horthy und seiner Frau wurden mit grossen Feierlichkeiten die Ausgrabungen der Öffentlichkeit übergeben. Am Anfang des zweiten Weltkrieges, schon als gebildeter Kunsthistoriker, schrieb Lepold den Katalog des Domschatzes, (1942) und den der historischen Stiche der altén Esztergomer Landkarten (1944), Einleitungen zur Topographie von Esztergom, erschienen 1948. Nach Wien versetzt als Rektor des Pazmaneums, hatte er keine Gelegenheit mehr von Esztergom mehr zu berichten. In den 1950-er Jahren verlor er die ungarische Staatsbürgerschaft, war nincht mehr als Mitglied der ungarischen Wissenschaftlichen Akademie anerkannt, nicht einmal als Domkapitular der Erzdiözese Esztergom. 1971 starb er in Wien, im Altér von 91 Jahren. Heute, als Wohltater des ungarischen Kulturlebens: Forscher, Wissenschaftler, Kunstsammler und Gründer zahllosen Kulturinstitutionen, veráhrt ihn ein Marmordenkmal seit 27. Dezember 1980 an der Wand des Burgmuseums auf dem Burghügel, neben der Kathedrale von Esztergom. 396;