Esztergom Évlapjai 1983

Rezümék

ANDRÁS L. KECSKÉS: „OHNE SORGEN SINGÉ ICH ..." (Die Renaissancemelodien der Verse von Bálint Balassa) Balint Balassa, Sohn einer hochadeligen Familie, war einer der hervor­ragendsten Gestalten der ungarischen Lyrik. Er führte ein abenteuer­liches, gefáhrliches Leben, das zugleich auch das Schicksal des damaligen Ungarnlums symbolisierte. Als Lyriker schuf er eine neue Strophenform, nach ihm Balassa-Strophe genannt; er widmete viele seiner Gedichte der Schönheit des Soldatenle­bens, als Sóidat kámpfte er standig gegen die vordringenden Türkén. Er war ein hochgebildeter Mann, beherrschte sieben Sprachen und war auch in der Musik und im Tanzen gewandt. Seine Musikalitát kommt auchan der Vielfáltigkeit seiner Melodiebezeichnungen zum Ausdruck. Vor seinen Gedichten sind 30 Melodiebezeichnungen zu lesen. Diese be­ziehen sich aber nur auf 28 Melodien, da der Dichter in zwei Fállen die ersten Worte seiner eigenen Verse zur Bezeichnung der Melodie ge­braucht. Eine doppelte Melodiebezeichnung ist nur einmal zu beobachten. Die vielen Melodiebezeichnungen beweisen, dass Balassa die Musik der zeitgenössischen Renaissance gut kannte. Seine Hinweise beziehen sich auf 10 ungarische, 5 italienische, 5 slawische (kroatische, slowenische, polnische), 3 türkische, 2 deutsche, 2 rumanische Melodien und auf eine mittel alterlichte lateinische Melodie. In der Studie werden von den oben erwáhnten 28 Melodiebezeichnungen nur 15 Melodien bekanntgegeben. Der Verfasser nimmt an, dass seine Studie zu weiteren Forschungsarbeiten des Themas verhelfen könnte. 517

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