Ernst D. Petritsch: Ergänzungsband 10/1. Regesten der osmanischen Dokumente im Österreichischen Staatsarchiv. Band 1: 1480-1574 (1991)
Regesten
Regesten der osmanischen Dokumente im Österreichischen Staatsarchiv 137 380 1562 Mai 13, Konstantinopel Süleymän I. an Johann Sigismund Zápolya Beantwortet ein Schreiben, worin Zápolya über die kriegerischen Ereignisse infolge des Übertritts Melchior Balassas auf Ferdinands Seite berichtet und sich darüber beschwert hatte, daß die Kontingente von Büdin und Temesvár auch seine eigenen Untertanen geschädigt hätten, und verspricht seine Hilfe bei der Rückeroberung der Festungen Balassas unter möglichster Schonung der Getreuen Zápolyas. Ital. Kopie (ö, chiffriert mit Dechiffrierung, Beilage zum Geheimbericht Michael Cernovic” von 1562 Mai 21): Turcica 15 Konv. 3 (1562 V-VI) fol. 153. 381 1562 Juni 1, Prag Ferdinand I. ratifiziert zum zweiten Mal die mit Süleymän I. im Jahr 1559 (n. 364) vereinbarte Friedensverlängerung (vgl. ausführlich n. 385). Zwei lat. Kopien: U; lat.Kopie: Turcica 15 Konv. 3 (1562 V-VI) fol. 173-182. - Druck: MHH Scriptores 6 283-297 n. 1 (Insert in der Ratifikation Maximilians II. von 1568 Oktober 27); Hurmuzaki Documente II/5 507-513 n. 231. 382 1562 Juni 8, Konstantinopel Süleymän I. an König (Karl IX.) von Frankreich Erwidert das durch den Gesandten Salviati (?) überbrachte freundschaftliche Schreiben, lehnt aber die darin erbetene Freilassung des Gefangenen Don Alvaro ab. Lat. Übers, (ö Kopie, chiffriert mit Dechiffrierung, und Abschrift): Turcica 15 Konv. 3 (1562 V-VI) fol. 220f. 383 (1562 ca. Jahresmitte, Wien) Bittschrift in Wien gefangener Muslime an Süleymän I. Etwa 20 bis 25 aus Budim (d. h. Ungarn) stammende Muslime, die während eines Kriegszuges gefangengenommen wurden und jetzt in Wien in Ketten eingekerkert sind und viel Leid ertragen müssen, ersuchen den Sultan, sie gegen gefangene Christen auszutauschen. Osman.-türk. Kopie (t, 43,5 x 23,5 cm, ohne Beglaubigung, mit der Überschrift Budim cänibinden geleit Bef 'de olan müslümän esirlerinin arz-i hälidir): U (Beilage zu n. 387).