W. Wagner: Ergänzungsband 6. Die obersten Behörden der k.u.k. Kriegsmarine 1856-1918 (1961)

11. Das Ende

120 Die neue Marineabteilung gliederte sich in die marinetechnische Gruppe, (gebildet aus den bisherigen Abteilungen 4/M, 4/S, 4/A, 4/E, 5 und 12), in die Marineverwaltungsgruppe mit der Möbelaktion, dann die marinetechnisch­administrative Gruppe (bisherige Abteilungen 6 und 12) und in die Personal- und Versorgungsgruppe. Den Akteneinlauf protokollierte die bisherige Regi­stratur unter der Bezeichnung „Marineabteilung“ und mit Angabe der früheren Abteilung. Im Oktober 1920 schieden die Personalangelegenheiten aus der Marine­abteilung aus und gingen an die Abteilung 1 des Militärliquidierungsamtes über, doch verblieben die Beamten bis zur Aufarbeitung bzw. Aktenabfuhr ans Kriegsarchiv, was mit Ende Dezember erfolgen mußte, an ihrem bisherigen Platz 20). Die nächste Stufe war die Unterstellung der Marineabteilung unter die ökonomische Sektion des Militärliquidierungsamtes am 1. Juni 1921 21). Am 1. Dezember wurde bereits das gesamte Militärliquidierungsamt unter Bei­behalt der bisherigen inneren Gliederung als ein der Sektion I/A angegliedertes Referat mit dem Bundesministerium für Finanzen vereinigt22). Der Titel lautete nunmehr „Bundesministerium für Finanzen (Militärliquidierungsamt)“, die Aktennumerierung blieb gleich. Das Jahr 1923 brachte dann auch den letzten Rest der Marinesektion zum Verschwinden. Mit 1. Jänner 1923 hieß die Marineabteilung 8. Abteilung und unterstand dem Präsidium des Militärliquidierungsamtes auf dem Weg der ökonomischen Sektion 23), am 23. März wurde die Auflassung der Gruppen­leitungen verfügt und am 3. April durchgeführt, die Leiter jedoch als Konzi­pienten weiter beschäftigt24). Am 12. April 1923 erhielt auch die „Abteilung 8“ den Befehl zur Auflösung bis Ende Mai. Die restlichen Agenden der marine­technischen und technisch-administrativen Gruppe übernahm die 3. Abteilung des Militärliquidierungsamtes, diejenigen der Verwaltungsgruppe die 5. Ab­teilung, den Vermögenskataster samt Akten die 7. Die Registratur verblieb in den bisherigen Unterkünften und wurde mit der Registraturdirektion des Militärliquidierungsamtes vereinigt 2S). Mit 31. Mai 1923 schließt endgültig die Behördengeschichte der Kriegs­marine ab.

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