Leo Santifaller: Ergänzungsband 2/2. Festschrift zur Feier des 200 jährigen Bestandes des HHStA 2 Bände (1951)

IX. Nachträge - 82. Thea Oschinsky (Liverpool): Südtiroler Urkunden im Britischen Museum

538 Oschinsky, Ich Ludweig von Reyfenstain vergich mit disem offen prief fur mich und fur alle mein erben und fur alle, die mein guet erben und pesiczen wellent und tűn chűnt allen den, die in sehent, hornt oder lesent, die ietz sint oder noch chunftich werdent, daz ich pey gesuntem leib muetwillich leich, nach frewnt rat, wolversunnenleich und recht und redleich nach landes recht, so iz aller pest chraft und macht chan oder mach gehaben auz meiner nutz und gewer in ir nutz und gewer han geantburt und auf geben ledichleich für ir rechtes freyes aygen von maenichleich die guet, die her nach stüche weis geschriben stent den Tawtschen- hern dez goczhaws und dez ordens dacz Sterczing dacz Unser Frawn, den die iecz da sint oder furpas da chunftich werdent; von erst ein akcher haizzet Arn und ein wise haizzet Mosse, daz iecz pawt Dyemüt dew Totschin und ein akcher haizzet Pfundritsch, den pawt Haincz an dem Ortt und awer ein wysmat haizzt daz Mozz, daz Hainr(ich) der Senne inne hat, so haizzt ein stuche der Paugart, daz hat Haincz der Weber inne, und daz gut auf Rimmges genant Gagers und also gib ich in die vorgenant stuche und guet für ir rechtz aygen mit allen den eren, rechten und nuczen, die von recht dar zü gehörnt oder in chainer weis da von chomen mugent, ez sey pesucht oder unpesucht, da mit tűn unde lazzen als mit irem aygenchleichen güt. Ich obgenanter Ludweig han in auch die guet und die stuche geben von wegen dez richters weylent gesezzen ze Tewns und seiner erben meiner frewnt, davon daz guet her chomen ist in der weschaidenheit und mit einem semieichen geding, daz die obgenanten Tawtschenhern aliar jerichleich dez vorgenanten richters und seiner erben jartach ainsten in dem jar sullen pegen mit vigile und mit allen messen und sullen dez selben tags ein spente geben fur zwainczich pfunt perner; so sol der orden zwainczich pfunt perner geltz for auz haben aliar, und waz der gelt über die vierczich pfunt pringt, daz sol man den priestern, die dez tags messe habent und man den jartach peget geleichleich tailen und geben als vil dez ist. Und dez zü einem sichtigen urchunde der gancz warhait gib ich in dez disen offen prief versigelten und gefestent mit meim aygen anhangendem insigel, und zü einer merorn sicherhait der rechten warhait han ich gepeten Hansen den Wolf von Moreit daz er sein insigel hat gehengt czü dem mein an diesen prief, im an schaden. Dez sint gezeugen Hainr(ich) der Clem, Hainr(ich) Clavier, Thomas Pulcz, Chunrat Pfhammer, Chuncz Terkeis und ander erbern lawt genuch. Geschehen nach Christi gepurt drewzehen hundert jar und dar nach in dem acht und sechtczigistem jar an sand Bartholomeus tag. 2 Siegel an Pergamentstreifen fehlen. 12. 1396 JUNI 4, MERAN. Leopold, Herzog von Österreich, bestätigt dem Propst in der Au bei Bozen alle Freiheiten und Rechte, die diesem und dessen Stift von seinen Vorfahren verliehen worden sind. Perg. (50 b x 28 h). — S.: Add. Ch. 16311. In dorso: Confirmatio omnium aliarum litterarum et privilegiorum ducis Leopoldi. (Hd. des 15. Jahr­hunderts.) Allerlei confirmationen Closter Au betreffend. (Hd. des 17. Jahrhunderts.) Wir Leupolt von gotes genaden herezog ze Österreich, ze Steyr, ze Ktrnden und ze Krain, graf ze Tyrol etc. tűn kunt, als wir von der ordenung wegen unserr lande, der wir und unser lieber brúder herezog Wilhalm nach unsers lieben vettern, herezog Albrechts, seligen tode uberein körnen sein, alle recht, freiheit und genad in den landen unserr yegleichs Verwesung von newn dingen bestetten. Also cham für uns der erber und gaistleich unser lieber andechtiger, der probst in der Aw bey Poczen und bracht uns für all die hantvesten und brief, die er, das conventt und sein gotzhaws daselbs habent über ir freiheit, recht, genad und gute gewonheit, die in weilent von unsern vordem, grafen und herren ze Tyrol, gegeben sind. Des ersten ainen brief von herezog Otten und herezog Hainreichen, herezogen in Kernden und grafen ze Tyrol, umb zehen fűder salczes, die man in all jar ewikleich geben

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