Leo Santifaller: Ergänzungsband 2/2. Festschrift zur Feier des 200 jährigen Bestandes des HHStA 2 Bände (1951)

IX. Nachträge - 82. Thea Oschinsky (Liverpool): Südtiroler Urkunden im Britischen Museum

Südtiroler Urkunden im Britischen Museum. 539 sol auzz unserm ampt ze Hall in dem Intal; darnach von dem egenannten herezog Otten ainen brief, daz er demselben gotzhause und dem conventt genad hat getan, was in iérleich wein, getraide oder anderr narung auf iren gütern wachsent oder was sy speise und kost in ir gotzhaus kauften, ob in des not bescheche, daz sy das alles an allen unsern mawtstetten und zollen zollfrey und an irrunge in ir kloster furen sullen; item ainen brief von kunig Hainreichen von Behaim und von Polan, daz er ainem yegleichen probste daselbs genad hat getan, was er hintz seins gotzhauses leuten zesprechen hette oder gewunne umb zinnse und dienste, daz er sy [djarumb beklagen muge und sol und recht gen in suchen vor einem geistleichen richter in dem bistum ze Triend. Ausgenomen und behalten den leuten, die zu der grafschaft ze T[y]rol gehorent und die auf desselben gotzhauses gutem siczent, die hat der egenant kunig im und seinen nachkomen in seinselbs gericht vorbehebt und aufgenomen. Item ainen brief von demselben kunig Hainreichen umb fünf fuder salczes járleich zegeben von unserm vorgenanten ampte ze Halle zu dem kloster und der stifft Unser Frawen im Walde, irs ordens und irr zugehorimge. Item ainen brief von demselben kunig Hainr(eichen), daz der probst und das egenante conventt recht haben ze vischen und vischen haissen auf der Etsch, wenn sy wellen, von der Klausen bey dem Newnhause untz an die stat, die da haisset Mont an menikleichs irrung. Und aber ainen brief von demselben kunig Heinreichen, daz er dem probste sunder genad hat getan, daz sein haus- leute, die bey im in der Awe gesessen sind und in angehorent aller stewr sullen frey und überhebt sein, das im auch der hochgeborn marggraf Johanns von Merhern, dieweil er was graf ze Tyrol, mit seinem sundern brief bestett hat. Und sunderleich ainen brief, der da lautt von kayser Fridreichen mit seinen blinden, artikeln und begreiffungen. Und als wir die vorgenanten hantvesten und brief alle gesehen und von worte ze worte gelesen und verhört haben und bat, daz wir im und seinem convent daselbs und irem gotzhause dieselben brief alle und die recht und genad, die darinn begriffen sind, von unserr furstleichen miltikeit also geruchten, vernewn und bestetten, wan sy daran groz irrung und invell tägleich hietten und hetten, haben wir genádigleich angesehen ir fleissige und diemutige bett und auch ir erber und gotleich leben und haben in die vorgenanten hantvesten und briefe und alle die recht, freihait und genad, die darinn begriffen und verschriben sind, vernewet und bestett, vernewn und bestétten auch die wissentleich mit kraft ditz briefs, als in die auch unserr lieber vater, herezog Leupolt und unserr lieber vetter, herezog Albrecht seligen vormals vernewet und bestett haben und wellen, daz sy furbazz ewikleich dabey beleyben in aller der weise und maynung, als sy davor mit allen iren punden und artikeln verschriben steent angeverd. Und davon sey nyemande erlaubet mit dhainer fréveleicher geturstikeit dawider zu tűn; wan wer dawider tett, der sol wissen swérleich in unsern zorn und ungenad und darczu funfezig markh goldes vervallen sein an alle genad. Und darüber ze einer ewigen gedechtnusse haben wir unser insigel lassen henken an disen brief, der geben ist ze Meran an suntag nach Gotzleichnamstag nach Kristi gepurd drewezehendundert jar darnach in dem sechs und newnezigsten. Siegel des Herzog Leopold an Pergamentstreifen, rund (34 mm), rot in gelber Wachsschüssel, Siegelbild: heraldisch, Legende: Leopoldus Dei Gracia Dux Austrie etc.; gut erhalten. 13. 1398 JULI 1, o. O. Abkommen zwischen Heinrich dem Söldner, Bürger zu Sterzing und Fronbote, und Hans von Sand Pölten, Komthur und Pfarrer des Deutschen Ordens zu Sterzing: Heinrich der Söldner verzichtet auf die Baurechte, die er an einem Haus in Sterzing hat, das dem Orden zinspflichtig ist, der Komthur hingegen spricht ihm 30 Pfund Berner zu als Gegenleistung für seine Dienste als Zinseinnehmer des Ordens.

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